08.08.2010 21:00 von Putzlowitsch in
Internet,
Technik
Es kann ja immer mal passieren, das der Server abraucht, man selber die Datenbank zerhackt oder versehentlich alle Dateien löscht. Wohl dem, der dann noch alles ordentlich gesichert hat und entspannt ein Backup einspielen kann.
Für mein Blog hier fahre ich eine recht einfache Strategie. Da ich sowieso Änderungen am Theme, also alles was mit dem Aussehen und der Funktion der Oberfläche zu tun hat, erstmal lokal erarbeite und dann zum Server überspiele, habe ich quasi automatische eine lokale Sicherungskopie dieser Daten. Gleiches gilt für Plugins. Alle Inhalte der Datenbank sichere ich täglich per mySQLAdmin-Backup und die Uploads per FTP.
Die Uploads hole ich auch in bestimmten Abständen auf die lokale Festplatte. Die lokalen Daten werden dann regelmäßig per XCOPY-Skript auf eine externe Festplatte geschoben.
Früher war ich übrigens SCSI-Fan und ich finde es immer noch schade, daß der Bus nur noch eine geringe Verbreitung hat und die Auswahl an Hardware damit recht beschränkt und eben auch teuer ist. Mein erstes SCSI-Backupmedium war ein SyQuest SQ-3270 Laufwerk (DM 520,-) mit den entsprechenden 270MB-Cartridges (DM 100,-).
Nachdem ich einsehen mußte, das diese SyQuest-Teile für Sicherungszwecke gänzlich ungeeignet sind, weil bereits nach einigen Wochen vermehrt fehlerhafte Sektoren auf den Medien auftraten, mußt dann ein richtiger Streamer her. So wurde dann immer fleißig mit einem HP-DDS2-Streamer C1533 (DM 1600,-) auf Band (DM 40,-) gesichert.
Da mir das aber mit dem Rumgespule der Bänder irgendwann zu nervig war, gab es als nächstes ein MO-Laufwerk Fujitsu MCB3064 (DM 580,-). Da paßte zwar mit 640MB deutlich weniger drauf, als auf ein DDS2-Band, aber man hatte die Daten im direkten Zugriff. Und auch heute noch halte ich die MO-Technik, was die Datenhaltbarkeit anbelangt, für mit das Beste, was es so auf dem Markt gibt. Leider konnten die Speicherkapazitäten mit der immer größer werdenden, anfallenden Datenmenge nicht ganz mithalten.
Also Leute, sichert regelmäßig Eure Daten, denn wenn dann mal was über den Jordan geht, muß man nicht wieder ganz von vorne anfangen. Wie heißt es doch in einem chinesischen Sprichwort? “Wenn Du es eilig hast, mache einen Umweg”.
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09.03.2010 23:01 von Putzlowitsch in
Menschen,
Regionales
Ich bin kein Schlosser und kein Maurer, kein Tischler oder Maler, ich bin auch kein Koch, Bäcker oder Friseur.
Ich bin BMSR-Techniker und Nachrichtentechniker mit der Lizenz zum Löten und ich bin Informatiker. Ich habe schon mal den Kassettenrekorder (Stern-Recorder R 160) von einem Freund repariert und den Fernseher von Bekannten.
Als Jugendlicher habe ich mir einmal selbst die Haare geschnitten, was aber gründlich daneben ging. Der Friseur hat anschließend dann noch gerettet, was zu retten war. Seitdem habe ich das nicht wieder versucht.
Ich habe ganz brauchbare Wordpress-Plugins geschrieben, so manchem Strato-Webhosting-Nutzer aus seiner Verzweifelung geholfen und einen neuen Google-Bildersuche-Parameter entdeckt. Ich kann Äpfel, Bananen und anderes Obst und Gemüse so fotografieren, das es zumindest dem durchschnittlichen Bildersucher gefällt und ab und zu sogar gedruckt wird.
Ich habe versucht, mit Aktien zu handeln, was aber noch mehr daneben ging, als das Haare schneiden. Ich habe dafür richtig Lehrgeld bezahlt. Ich wollte auch mal Fußball in einem Verein spielen, bin aber über ein Probetraining nicht hinaus gekommen. Ich bin halt kein Sportler.
Als Kind wollte ich im Ferienlager bei der Arbeitsgemeinschaft “Fotographie” mitmachen, das durfte ich aber nicht, weil ich keinen Fotoapparat hatte. So wurde ich zu den “Jungen Sanitätern” gesteckt.
Bei der Armee wollte ich eine Ersatzteilkiste gewaltsam mit einer Rohrzange Wasserpumpenzange öffnen, habe die Zange dabei abgebrochen und mir die Hand verletzt.
Man muß nicht immer alles selber machen, besonders dann, wenn man es nicht kann oder einem die geeigneten Werkzeuge und Arbeitsmittel fehlen. Andere wollen auch etwas tun und können es vielleicht besser und sind zudem schneller fertig.
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05.03.2010 16:47 von Putzlowitsch in
Internet

Die letzte Statistik liegt bereits ein paar Monate, es ist sogar schon ein halbes Jahr, zurück. Heute gibt es einen Überblick über Seitenaufrufe, Besucherzahlen und die beliebtesten Artikel.
Die globalen Zahlen
Im Februar 2010 gab es:
- Webzugriffe: 627228 von 76068 IP-Adressen (8,25 Req/IP)
- Seitenzugriffe: 43760 (ca. 1563/Tag)
- Besucher: 27332 (ca. 976/Tag)
Webzugriffe sind alles, was irgendwie als eine Zeile in der Serverlogdatei steht, also der Aufruf von Artikeln und Seiten, aber auch das Laden von Bildern oder die Anforderung von CSS-Dateien ebenso wie Fehlerseiten, Feeds und Ähnliches. Die Seitenzugriffe hingegen sind nur Zugriffe auf Seiten und Artikel von “normalen” Benutzern, also keine Suchmaschinenbots oder sonstiges. Besucher sind schließlich unterscheidbare Nutzer, die eine oder mehrere Seiten aufgerufen haben. Im Durchschnitt hat sich jeder Nutzer nur ungefähr 1,6 Seiten angesehen.
Das kaum ein Besucher länger bleibt, wundert mich nicht. Meine Putzlowitscher Zeitung ist ja auch ein unterirdisch schlechtes Käseblatt. :-) Nein, es liegt einfach daran, daß die meisten der Besucher von der Google-Bildersuche kommen und ein konkretes Bild zu finden hoffen. Entweder eine Katze, ein Brot oder Brötchen, eine Banane und so weiter. Sie nehmen das Bild (oder nicht) und sind auch schon wieder weg.
Beliebteste Seiten und Suchbegriffe
Die am häufigsten aufgerufenen Seiten korrelieren recht gut mit den häufigsten Suchbegriffen. Hier die Seiten:
- Obstwoche, heute: Bananen (2211 ≈ 5,1%)
- Birnen rot und gelb (1966 ≈ 4,5%)
- Brot und kleine Brote, die Brötchen (1604 ≈ 3,7%)
- Kaffee und Brot zum Frühstück (1283 ≈ 2,9%)
- Kartoffeln und Kunst (1241 ≈ 2,8%)
- Ich rate zur Tomate (1218 ≈ 2,8%)
- Essen Katzen Brötchen? (1098 ≈ 2,5%)
- Katze suchen und dann nicht wollen (1092 ≈ 2,5%)
- Das vorletzte Gemüse: Aubergine und Fenchel (1078 ≈ 2,5%)
- Is dat ne Möhre (1025 ≈ 2,3%)
- Meine Gurke, Deine Gurke (1006 ≈ 2,3%)
Berücksichtigt habe ich nur Seiten mit Tausend oder mehr Besuchern. Die Startseite liegt mit 548 Besuchern (≈ 1,3%) nur auf Platz 21.
Die beliebtesten Suchbegriffe waren brot (2828), banane (2810), katze (2594), birne (1992), bananen (1362), apfel (1247), gurke (1232), tomaten (1113), kartoffel (1025), salat (785), äpfel (782).
Piwick gegen PHP+Logfile
Um Abschätzen zu können, wie gut oder schlecht ich mit meinen Zahlen liege, die ich per PHP-Skript aus den Serverlogdateien erzeuge, habe ich seit Januar Piwick mitlaufen. Piwick ist ein freies Webstatistik-Werkzeug und überträgt im Unterschied zu Google-Analytics oder auch WordPress Stats keine Daten an fremde Server in anderen Ländern.
Die Logdaten werden von Piwick vielmehr in einer MySQL-Datenbank auf dem Server gespeichert, auf dem z.B. auch die Website läuft. Das kann aber auch Probleme bringen, denn dadurch wird der Server zusätzlich belastet und es fällt doch so einiges an Daten pro Monat an. Im Februar waren es hier z.B. etwa 25 Mbyte. Hier die Daten im Vergleich:
| Wert |
Piwick |
PHP+Log |
Abweichung |
Fehler % |
| Seitenzugriffe |
44185 |
43760 |
425 |
1,0 |
| Besucher |
25007 |
27332 |
-2325 |
-9,3 |
| brot |
1179 |
2828 |
-1649 |
-139,9 |
| banane |
1110 |
2810 |
-1700 |
-153,2 |
| katze |
1268 |
2594 |
-1326 |
-104,6 |
| birne |
867 |
1992 |
-1125 |
-129,8 |
| bananen |
549 |
1362 |
-813 |
-148,1 |
| apfel |
527 |
1247 |
-720 |
-136,6 |
| gurke |
444 |
1232 |
-788 |
-177,5 |
| tomaten |
484 |
1113 |
-629 |
-130,0 |
| kartoffel |
420 |
1025 |
-605 |
-144,0 |
| salat |
360 |
785 |
-425 |
-118,1 |
Bei den Seitenzugriffen sieht es mit nur einem Prozent Abweichung recht gut aus, auch die fast 10% bei den Besuchern finde ich akzeptabel. Aber die Suchbegriffe ab Datenzeile 3 weichen erheblich ab. Ich habe da deutlich mehr gesehen, als Piwick, kann aber noch nicht sagen, warum. Das werde ich mir irgendwann mal genauer ansehen.
Letztendlich ist nicht klar, welche Statistik stimmt und ob vielleicht Google-Analytics ganz andere Zahlen liefern würde. Das ist aber auch egal, denn außer als Aufhänger für einen Blogartikel nutzt mir das nicht wirklich etwas.
Wissen ist Macht
Bei meiner eigenen Auswertung weiß ich allerdings sehr genau, wie ich die Daten erhebe, filtere und verrechne, bei Piwick könnte ich zumindest nachsehen. Bei Google-Analytics oder anderen externen Statistik-Tools kann man die Entstehung der angezeigten Daten normalerweise nicht nachvollziehen. Gut, man könnte jetzt diese Tools gewissermaßen als Blackbox betrachten, mit definierten Daten füttern und dann überprüfen, was angezeigt wird. Aber wozu der ganze Aufwand?
Die Serverlogdateien werden ohnehin angelegt, sind weitestgehend unabhängig von den Einstellungen des Webseiten-Besuchers (Javascript oder Cookies aktiviert/deaktivert) und vertstoßen bei anonymisierter IP-Adresse nicht gegen den Datenschutz.
Apropos Datenschutz, durch den Verzicht auf jegliche externe Dienste wie Google-Analytics, Adsense, Blogtoplisten, Akismet (externen Spamschutz) und Ähnliches werden von der Putzlowitscher Zeitung keine Nutzerdaten unbemerkt im Hintergrund an andere Anbieter übertragen. Dafür nehme ich auch ein paar Prozent Statistik-Fehler in Kauf.
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19.12.2009 21:50 von Putzlowitsch in
Internet
Beim Herrn Rü hatte ich es zuerst gelesen, so kurz vorm Fest hat Wordpress noch die neue Version 2.9 (“Carmen”) der Blogsoftware veröffentlicht. Nachdem ich hier bisher immer noch mit Version 2.7.1 zugange war, habe ich heute gleich das Update gewagt, allerdings nicht automatisch, wie bei Schnurpsel.
Aber auch das manuelle Update ist in wenigen Minuten erledigt. Ist ja nicht das erste mal, daß ich das mache. Im Prinzip muß ich nur die aktuelle Wordpress-Version als ZIP-Datei per FTP auf den Server in ein neues Verzeichnis (z.B. putzlowitsch_29) laden. Dann wird das auf dem Server per unzip-Skript entpackt. Anschließend werden alle eigenen Dateien (Uploads, Themes, Plugins usw.) per xcopy-Skript aus dem laufenden System ins neue Verzeichnis kopiert. Nun noch schnell die Datenbank sichern und dann muß ich nur noch das alte Home-Verzeichnis in z.B. putzlowitsch_alt und das neue putzlowitsch_29 in putzlowitsch umbennen. Fertig. Naja fast, gegebenenfalls ist noch ein Datenbankupdate fällig, aber dann läufts. Genau so hat es heute funktioniert.
Mal schauen, wie sich die neuen Funktionen so machen. Eine hab ich grad hier rechts beim Bearbeiten gesehen: “In den Papierkorb legen”. Man kann oder muß Artikel und Seiten nun nicht mehr direkt löschen, sie wandern zunächst nur in den Mülleimer. Dieser wird dann nach einiger Zeit oder manuell geleert. Man kann natürlich vorm richtigen Löschen noch im Müll rumstochern und die schon entsorgten Sachen wieder herauskramen.
Außerdem steht noch der Test aller Plugins auf die neue Version an. Aber ich habe ja Urlaub :-)
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07.07.2009 20:56 von Putzlowitsch in
Internet
Die Werbezappelecken zappeln immer noch und Blogs stecken, sofern man in diesen kommentieren darf, in einem Dilemma. Angeregt durch ein kleines, aber feines Plugin habe ich mein altes “123 AntiVDS“-Plugin hervorgekramt und überarbeitet.
Die Version 0.10 meines Plugins ist radikal. IP-Adresse, E-Mail-Adresse und Browser des Kommentators wurden einfach mit einem Leerstring belegt und somit nicht in der Datenbank gespeichert. Das ist zwar schön Datenschutzkonform, bringt aber leider einige Einschränkungen mit sich. So funktioniert z.B. die Option [x] muss der Autor bereits einen zugelassenen Kommentar geschrieben haben nicht, auch die kleinen Bildchen von Gravatar könne nicht angezeigt werden.
Die neue Version 0.2x (nicht 2.0! :-) erlaubt nun optional die Speicherung der IP-Adresse und der E-Mail-Adresse in “anonymisierter” Form. “Anonymisiert” schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil ich nicht sicher bin, ob diese Form der Anonymisierung überhaupt eine echte Anonymisierung im Sinne des Datenschutzes ist. Letztendlich muß jeder selbst entscheiden und verantworten, wie er mit den Daten der Kommentatoren verfahren will. Am sichersten ist man wohl doch mit der alten 0.10er Version des Plugins, bei dem keine Daten gespeichert werden.
So funktionierts
Das Plugin funktioniert mit Wordpress Version 2.5 bis 2.8.
Download: 123 AntiVDS 0.21
Die Version 0.10 bitte gegebenenfalls aus dem Pluginverzeichnis löschen.
Das Plugin einfach runterladen, entpacken und das Verzeichnis plw123_antivds mit allen drei Dateien in das Pluginverzeichnis auf dem Server kopieren. Dann im Adminbereich aktivieren und schon tut es seine Arbeit ganz bescheiden im Hintergrund. Folgende Optionen findet man bei den Einstellungen:
Werte als MD5-Hash "anonymisiert" speichern
[ ] IP-Adresse
[ ] E-Mail-Adresse
Per Voreinstellung sind beide Optionen deaktiviert, so daß sich das Plugin wie die alte Version verhält, also weder IP- noch E-Mail-Adresse gespeichert werden.
Technischer Hintergrund
Aktiviert man eine der Optionen führt das dazu, daß der jeweilige Wert als MD5-Haschwert in der Datenbank gespeichert wird. Damit kann man z.B. erkennen, ob Kommentare von derselben IP-Adresse reinkommen, ohne die konkrete IP-Adresse zu sehen. Es läßt sich also ein Zusammenhang herstellen.
Weitaus interessanter ist das Speichern des Hashwertes für die E-Mail-Adresse. Dadurch funktioniert nun die Option bei den WP-Diskussionseinstellungen wieder, daß ein bereits einmal freigegebener Kommentator (selber Name und E-Mail-Adresse) beim nächsten Kommentar nicht mehr freigeschaltet werden muß.
Und auch die Anzeige der Gravatare von gravatar.com funktioniert nun wieder, sofern man die wordpresseigene Funktion get_avatar verwendet. Die Gravatare werden über den md5-Wert der E-Mail-Adresse zugeordnet und dieser wird ja sowieso schon in der Datenbank gespeichert.
Genau hier liegt aber auch ein Datenschutzproblem, denn bei gravatar.com meldet man sich mit einer E-Mail-Adresse an und verknüpft mit dieser ein Bild. Damit der Dienst nun mein Bildchen anzeigen kann, ist da natürlich die die Zuordnung von E-Mail-Adresse zu MD5-Wert gespeichert. Also kann zumindest Gravatar die “anonymisierte” E-Mail-Adresse einfach auflösen.
Andererseits hat man sich bei Gravatar ja bewußt angemeldet, damit eben eine Zuordnung der Kommentar-E-Mail-Adresse zu einem Bildchen möglich ist. Praktisch willigt man indirekt damit auch in die Speicherung der E-Mail-Adresse in Blog-Kommentaren ein, sonst wäre die Sache ja witzlos.
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30.06.2009 22:11 von Putzlowitsch in
Internet
Ganze 100 Euro bekomme ich geschenkt. Das ist mehr, als die € 85,- hier auf dem Bild. “Gratis-Startguthaben” heißt das konkret. Denn ich bekomme die 100 Euro natürlich nicht einfach so, sondern muß sie mit Werbung bei Google-AdWords verplempern, wenn ich das Geschenk annehmen will.
Es ist auch nicht das erstemal, daß ich so ein Geschenk bekommen. Meist waren es aber “nur” 50 Euro AdWords-Guthaben. Man kann aber nicht mehrere Gutscheine kombinieren, sonst hätte ich mir das vielleicht überlegt. Mit allen Webhostern, bei den ich bin plus Google selbst käme ich auf 250 Euro.
Aber wofür soll ich werben? Für Obst, Gemüse und Brötchen, für meine Wordpress-Plugins, für Betrachtungen über die Google-Bildersuche, ja wofür eigentlich. Werbung macht man doch in erster Linie, wenn man etwas verkaufen will, aber ich habe nichts zu verkaufen.
Oder könnte ich auch Werbung für andere Seiten machen, die mir gar nicht gehören? Das wäre ja mal eine Idee, da muß ich doch glatt mal drüber schlafen…
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25.06.2009 21:38 von Putzlowitsch in
Internet,
Menschen
Früher hätte man gesagt, dafür gibt es keine müde Mark, heute hingegen gibt es keinen müden Euro.
Suchmaschinen
Ich habe mir mal die Statistik der letzten 30 Tage für putzlowitsch.de angesehen. Im Zeitraum vom 25.5. bis zum 25.6. (18.45 Uhr) kamen 42515 Besucher von Google auf meine Webseite. Die meisten davon suchten nach Bildern, wie z.B. Banane (3198), Erdbeere (2938), Katze (2708) oder Brot (1943). Da sehen die 250 Besucher von MSN, 194 von Yahoo, 149 von T-Online, 141 von Bing und 122 von AOL geradezu lächerlich aus. Und drei kamen sogar von Fireball. Kennt das überhaupt noch jemand? Na gut, dann will ich die 18 Treffer von Altavista und die 6 von WEB.DE aber auch nicht unterschlagen.
Andere Besucher
Besucher von Suchmaschinen machen zwar den größten Teil der Zugriffe auf meine Seite aus, es gibt aber noch andere Zugriffswege. So kamen z.B. 204 Ratsuchende vom Wordpress-Deutschland-Forum hierher, am beliebtesten ist mein 123 Intlink Plugin (67), welches ich hier grade mit IntLink verlinkt habe :-)
Meine besten “Kunden” sind aber die sogenannten Communities wie Jappy, bei-uns, Gimy, Kwick, MySpace und neuerdings auch Jux. Das mit Abstand größte Interesse geht von Jappy aus, obwohl von dort nur die wenigsten meine Seite tatsächlich besuchen. Den Bärenanteil machen die in “Gästebüchern” und Onlineprofilen eingebundenen Bilder aus, in den letzten 30 Tagen 20498 Zugriffe mit einem Volumen von 1,8 GB.
Bots und Seitenabrufe
Damit die Suchmaschinen wissen, was bei mir so zu finden ist, schicken sie regelmäßig ihre Suchmaschinenroboter, kurz Bots genannt, vorbei. Hier ist Google am fleißigsten, der für die Bilder zuständige Googlebot-Image war 938 mal da, der normale Googlebot 11394 mal. Der Feedfetcher-Google hat 4805 mal einen Feed von meiner Seite eingelesen.
Die Bots der anderen Suchmaschinen kommen nicht ganz so häufig vorbei, Yahoo!Slurp 9378, msnbot 2723 und msnbot-media 653 sowie twiceler 650.
Wenn ich die oben genannte Bots rausnehme, bleiben noch etwa knapp 1/2 Millionen Seitenabrufe übrig, das schließt dann aber alles ein, also Seiten, Bilder, CSS-Dateien usw. Da gibt es dann so lustige Browser oder Bots mit Namen wie OpenAcoon, Jyxobot/1, gonzo1[P], facebookexternalhit/1.0, Attentio/Nutch, Wasabot/1.4 oder urlfan-bot/1.0. Den größten Teil machen aber Mozilla/4.0 (224031) und Mozilla/5.0 (247653) aus, häufigste Opera-Version ist 9.64 (5687). Recht häufig (3275) kommt auch der 123MetaBlog/0.38 vorbei, wer das wohl ist? :-)
Kein müder Euro
Und für all diese schönen Sachen bekomme ich keinen müden Euro. Nicht mal ein paar Cent oder einen Groschen. Ganz im Gegenteil, ich bezahle dafür, daß es diese Putzlowitscher Zeitung (und ein paar andere Seiten) im Netz gibt, alles in allem etwa 60 Euro im Monat.
Nun wird sich mancher fragen, warum tut er das nur. Die Antwort ist schnell gegeben, weil es mir Spaß macht, weil es mein Hobby ist, weil ich anderen vielleicht damit eine Freude machen kann. Muß man denn mit allem was man tut, auch immer Geld verdienen? Kann man oder muß man nicht auch Geld einfach nur so ausgeben für Dinge, die einem Spaß machen?
Wenn ich ins Kino oder ins Konzert gehe, kostet das auch Geld ohne das ich damit Einnahmen erzielen kann. Wenn ich Briefmarken sammle, kostet das auch Geld, ohne das ich gleich wieder Geld damit verdiene. Das geht bei Webseiten alles genau so. Es ist halt mein Hobby, für das ich Geld ausgebe, ohne etwas einzunehmen.
Ich kann immer das rumgejammere in Foren nicht hören, wenn da Leute möglichst kostenlos Webspace haben wollen, am besten mit allen Funktionen die man sich vorstellen kann und höchster Verfügbarkeit und Performance. Oder die Werbung auf dem gerade erst frisch installierten Wordpress wird damit begründet, daß man wenigstens die 5 Euro Hostingkosten wieder reinholen will. Für 5 Euro im Monat bekommt man schon Webhostingpakete, die den Anforderungen von Wordpress vollauf genügen. Da kann man einfach mal im Monat eine Schachtel Zigaretten weniger rauchen oder zwei Bier weniger trinken. Dann paßt das schon.
Und überhaupt, dieses alles immer kostenlos haben wollen, sei es nun Musik, Filme oder Software oder Hardware oder Essen oder Trinken oder…
Ich bin müde.
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