Obst ist nicht genug
Stichwort: Berlin

Der Schnirsni

SchnirsniDer Schnirsni ist ein niveauvolles Musik-Dingens aus Berlin. Es gibt ihn schon sehr lange. Das erste mal wurde der Schnirsni vor mehr als 20 Jahren gesehen und gehört. Damals war er den Menschen noch weitestgehend unbekannt, das hat sich bis heute nicht geändert.

Einen Schnirsni bekommt man auch derzeit nur äußerst selten zu Gesicht bzw. zu Gehör. Im übrigen ist der Schnirgesen ein entfernter Verwandter des Schnirsnis, hat diesen aber auch noch nie gesehen, oder gehört, geschweige denn gerochen. Das macht dem Schnirgesen aber nichts aus, denn der Schnirgesen ist ein typischer Einzelgänger.

Ich selbst mag beide recht gerne, sowohl den Schnirsni als auch den Schnirgesen.

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Laufen ohne Bild, der 44. Tag

Laufstrecke - LandschaftWann ich meine bebilderte Laufstrecke fortsetze, weiß ich noch nicht. Im Moment bin ich da sogar ob dieses Beitrages ein wenig demotiviert. So viele Bilder mit so vielen Sehenswürdigkeiten wie in Berlin kann ich hier in Schwerin nicht bieten. Da sind grad mal ein paar langweilige Neubauten und eine Baustellen zu finden.

Immerhin ist mein erster Laufbilderbeitrag einen Tag vor dem des Berliner Kollegen erschienen, so kann wenigstens keiner sagen, ich hätte ihm die Idee geklaut :-)

Ich könnte meine Streckenführung natürlich einfach radikal ändern, so mehr durch die Stadt, über den Markt, am Dom, Museum, Theater und Schloß vorbei. Aber genau das will ich eigentlich nicht, zwischen den ganzen Touristen rumrennen.

So war es heute bei trockenem Wetter und 19 °C ein angenehm ruhiges Laufen, drei andere Läufer begegneten mir und der Dieselpreis lag bei 1,09, Erdgas bei 0,89 Euro.

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Michael Jackson, mein Rückblick

Michael Jackson - Thriller, BadAls ich gestern morgen im Plauderboard des Wordpress-Deutschland Forums den Beitrag “Michael Jackson ist GESTORBEN” sah, wollte ich es zuerst nicht glauben.

Hatte Michael Jackson nicht gerade erste seine Comeback-Tour geplant? Aber so ist das, der Tod kommt oft unerwartet.

Ich habe einfach mal meine Erinnerungen zu ein paar Dingen schweifen lassen, an die ich bei “Michael Jackson” denken muß.

Thriller – das Video

Anfang der 80er Jahre gab es im Westfernsehen, was man in Ost-Berlin ja problemlos sehen konnte, im Vorabendprogramm die Sendung “Formel 1″. Da wurden Musikvideos gespielt, üblicherweise der Nummer-1-Hit sogar in voller Länge, wenn ich mich recht entsinne.

Als dann Michael Jackson mit “Thriller” die Nummer 1 war, wurde das Video allerdings aus Jugendschutzgründen (?) nicht in der regulären Sendung gespielt, sondern in einer Formel-1-Sondersendung nach 22 Uhr. Wir sind natürlich so lange aufgeblieben und haben uns den Videoclip angeschaut. Im Unterschied zu den üblichen Clips von 3½ bis 4 Minuten Länge war das mit den über 10 Minuten fast ein kleiner Spielfilm. Und es hatte sich gelohnt, noch so lange aufzubleiben :-)

Thriller – das Album

Einige Zeit, nachdem eine neue LP auf dem internationalen Markt erschienen war, gab es sie manchmal auch in der DDR als AMIGA-Ausgabe zu kaufen, so auch 1984 Michael Jacksons Album “Thriller”. Aber einfach so in einen Plattenladen gehen und die Scheibe kaufen, das war meist nicht möglich. Entweder man hatte Beziehungen oder Zeit, Ausdauer und Glück.

Wenn es AMIGA-Lizenzplatte gab, kamen die normalerweise am DienstagMittwoch nach 15 Uhr beim kleinen Plattenladen in der Grünstraße in den Verkauf. Dann hieß es pünktlich Feierabend machen und an die schon mehr oder weniger lange Schlange beim Plattengeschäft anstellen. Wenn man Glück hatte, reichte die gelieferte Stückzahl und man bekam eine der begehrten LPs ab. Bei “Thriller” hatte ich Glück und konnte sie zum Einheitspreis von 16,10 Mark erwerben. Es war dabei egal, ob es eine Regina Thoss-, Karat- oder Michael Jackson-Platte war, der Preis war immer gleich.

Farewell My Summer Love

Während meiner Zeit als BMSR-Techniker war ich 1984 als Standbetreuer auf allen Ebenen der Messe der Meister von Morgen (MMM) mit dabei. Das ging von der Betriebsmesse, über Kreis- und Bezirksmesse (Berlin) bis zur zentralen MMM in Leipzig.

Bei der Berliner Bezirks-MMM in der Werner-Seelenbinder-Halle befand sich mein Messestand unweit einer Showbühne, auf der stündlich, oder war es sogar halbstündlich, eine kleine Modenschau lief. Der musikalische Eröffnungstitel war immer “Farewell My Summer Love” von Michael Jackson. Das Lied habe ich also täglich recht oft und zudem fünf Tage hintereinander gehört. Es hat sich dadurch in meine Erinnerung “eingebrannt”.

Bad – das Album

Bei Amiga gab es von Westgruppen und -sängerinnen/-sängern bestenfalls eine LP als Lizenzversion. In anderen sozialistischen Bruderländern bekam man aber die eine oder andere weitere Platte zu kaufen. So zum Beispiel in der ČSSR von SUPRAPHON. Also hat man sich ein paar Kronen gespart und die eine oder andere Platte dort gekauft. Ganz unproblematisch war das aber nicht, denn es gab beim Umtausch von DDR-Mark in Kronen einen Tageshöchstsatz von 40 Mark, also umgerechnet 120 KČS. Genau soviel kostete dort auch eine gute SUPRAPHON-Lizenzpressung, die man sich also irgendwie vom Essen absparen mußte.

Oder man tauschte einfach Geld für 14 Tage um, fuhr dann aber nur eine Woche nach Prag und hoffte, dabei nicht kontrolliert zu werden. So hatte ich das bei einem Sommerurlaub in Prag gemacht und die “überschüssigen” Kronen für vier Schallplatten ausgegeben, darunter auch das 87er Album “Bad” von Michael Jackson.

The Girl Is Mine

Mein persönlicher Michael Jackson-Hit ist sein Duett mit Paul McCartney – “The Girl Is Mine“. Die fluffige Musik und der Kontrast der kindlich wirkenden Stimme von Michael Jackson gegen die reife Stimme von Paul McCartney, ich kann es gar nicht mal so richtig in Worte fassen, was die Faszination dieses Titels für mich ausmacht.

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Interessante Handschrift – meine Klavierlehrerin

Handschrift

Ich habe vorhin den alten, schwarzen Koffer wiederentdeckt. Da habe ich irgendwann mal alles mögliche Papierzeugs reingestopft um es später mal zu sichten, zu sortieren und auszumisten. Aber wie das so ist, aus den Augen aus dem Sinn, liegt das ganze Zeug nun schon seit Jahren in dem Koffer und wartet auf seine Wiederentdeckung.

Beim Rumstöbern fiel mir eine Briefkarte von meiner Klavierlehrerin in die Hände. Ihre Handschrift hatte mich schon damals Anfang der 80er Jahre fasziniert. Die Schrift ist zwar stellenweise nicht unbedingt leicht lesbar, sieht aber elegant, ja fast kunstvoll und sehr individuell aus. Hier habe ich als Beispiel noch eine Seite aus meinem Aufgabenheft.

Mein Klavierunterricht, es war schon der zweite Anlauf, währte nicht lange. Bereits nach einem halben Jahr hatte ich das Handtuch geworfen. Das lag aber nicht an meiner netten Klavierlehrerin, sondern an mir faulem Hund. Wenn man nicht übt, kann das nichts werden, und so geht es mir heute noch. Ich traue mich gar nicht zu sagen, wielange ich nun schon versuche, das Posaunespielen zu lernen.

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Heute vor 20 Jahren, 3. Mai 1989

Berliner Zeitung, 3. Mai 1989Gut, es war nicht heute genau vor 20 Jahren, ich habe diese alte “Berliner Zeitung” geschenkt bekommen und konnte sie erst jetzt scannen und hier dem interessierten Leser vorstellen. Eigentlich hätte das schon am 3. Mai, also vor sechs Tagen passieren sollen, aber da hatte ich die Zeitung noch nicht.

Was stand damals drin:

Wahlvorstände bereiten sich auf den 7. Mai vor
Beratung der Wahlkommission der Republik
Am 7. Mai 1989 fanden in der DDR Kommunalwahlen statt. Diese Wahl gilt gewissermaßen als Anfang vom Ende der DDR, denn obwohl klar war, daß es in vielen Wahlbezirken bis zu 10% Gegenstimmen gab, verkündeten die SED-Medien ein Ergebnis von 98,85 Prozent für die Kandidaten der “Nationalen Front”. In den Wochen danach begann die Fluchtwelle über Ungarn bzw. die bundesdeutschen Botschaft in Prag in den Westen.

Germanensiedlung bei Taucha
Reste von vor über 2000 Jahren gebauten Häusern und Ställen wurden entdeckt
Eine kleine archäologische Sensation, denn diese Funde belegten, daß auch im Gebiet um Leipzig die Germanen im 1. Jh. v.u.Z. und 3. Jh. u.Z bereits Wohn-Stall-Häuser gebaut hatten. Das berichtete in einem Interview Dr. Heinz-Joachim Vogt, damaliger Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Dresden.

Heute um 17 Uhr im Jahnsportpark: Das 48. Dynamo-Duell
Vor dem 48. Dynamo-Duell mit BFC – Dresden im Nachholespiel der Fußball-Oberliga führen die Gäste mit 21 Siegen (bei 9 Remis un 17 Niederlagen) und 84:74 Toren.
Dresden mußte verletzungsbedingt auf die beiden wichtigen Stammspieler Hans-Uwe Pilz und Andreas Trautmann verzichten. Beim BFC fehlte Rainer Ernst wegen der 6. gelben Karte. Die möglichen Aufstellungen:

BFC Dynamo: Rudwaleit – Ksienzyk, Rohde, Reich, Zöphel – Strecker, B.Schulz, Backs, Fügner – Thom, Doll
Dynamo Dresden: Teuber – Döschner, Kirchner, Lieberam, Büttner – Stübner, Minge, Sammer, Haupmann – Gütschow, Kirsten

Das spiel endete 1:1 und Dynamo Dresden wurde Meister mit 8 Punkten Vorsprung auf den BFC Dynamo.

Ja so war das damals…

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Endlich wieder laufen, der 22. Tag

Garmin Forerunner 305Nicht das jemand denkt, ich hätte das Laufen aufgegeben oder schlapp gemacht. Ich bin auch nicht im Urlaub, sondern war nur auf Dienstreise. Da hätte ich zwar theoretisch die Laufsachen mitnehmen und dort laufen könnne, aber die kleine Laufpause tat mir ganz gut. Irgendwie hatte ich mich am letzen Lauftag, dem 2. Mai (Samstag) wohl ein klein wenig übernommen.

Mein Laufsamstag war letzte Woche aber sowieso schon am Donnerstag, dem Tag vor dem Maifeiertag am 1. Mai (20. Lauftag) . Es lief schlecht, keine anderen Läufer waren unterwegs, nur der Dieselpreis lag bei freundlichen € 0,98 um aber zwei Tage später wieder auf € 1,02 zu klettern. Dieselpreis in Berlin war am Montag (meinem eigentlich 22. Lauftag) bei € 0,95 und am Dienstag bei € 1,02. Am Mittwoch Abend war ich dann erst so spät zurück, daß ich auch den turnusmäßig 23. Lauftag habe ausfallen lassen, so daß nun heute erst der 22. Tag zum Laufen ist.

Mein “Garmin Forerunner 305″ (siehe Bild) kann mehr, als nur die Laufstrecke nebst Herzfrequenz aufzeichnen. So habe ich mal die automatische Rundenzählung nach 1000 m und den Pulsalarm aktiviert. Der Pulsalarm warnt mich, wenn ich mich zu sehr anstrenge und der Puls einen Grenzwert überschreitet (oder auch unterschreitet). Ich hatte mir vorgenommen, meine Pulszone 4 nicht zu überschreitet. Die Pulszonen leiten sich vom Maximalpuls ab und sind Prozentwerte von diesem. Zone 4 ist z.B. 80%-90% vom Maximalpuls mit gefühlter Anstrengung “schnelle Pace”, “etwas unbequem” und “kräftige Atmung”. Der Nutzen ist laut Garmin-Bedienungsanleitung “verbesserte anaerobe Kapazität und Schwelle” sowie “verbesserte Geschwindigkeit”. Den Warnton habe ich lange Zeit nicht gehört, erst beim letzten Kilometer, wenn der leichte Anstieg von der Araltankstelle zum Güstrower Tor zu bewältigen ist, hatte es öfter mal gepiept.

Vielleicht sollte ich sogar besser in Pluszone 3 bleiben, 70%-80% des Maximalpulses, “Moderate Pace”, “schwieriger, sich zu unterhalten” und “verbesserte aerobe Kapazität” mit “optimalem, kardiovaskulärem Training”, also gut für Herz und Lunge, würde ich denken.

Der 22. Lauftag in Zahlen: Strecke 4 km, angenehme 16°C, eine ander Läuferin, Dieselpreis € 1,05, Erdgas € 0,85

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Kittel

Grad eben hab ich drüben bei der Fotoente das Bild mit den Kitteln gesehen. Und prompt fällt mir dieser Musiktitel aus den 90ern ein, von dem ich nicht weiß, wie er heißt oder von wem er ist. Er lief mal in irgendeinem Berliner Kabel-Fernsehkanal (OKB ?) und eine für mich bleibende Erinnerung war das Video dazu. Es zeigt nichts weiter als lange Reihen von Kittelschürzen auf Drahtkleiderbügeln, die auf einer Taktstraße vorwärtsrückten. Entweder waren das Bilder einer Produktionsalage für solche Schürzen oder, und das denke ich eher, eine Reinigung bzw. Wäscherei.
Ich muß dazu sagen, das ich früher als BMSR-Techniker bei REWATEX gearbeitet hatte und da gab es damals eine Anlage für Kittelschürzen, an die mich das sehr stark erinnerte.

Die Musik war eher Electro-House-mäßig, recht monoton rhythmisch und sehr sparsam instrumentiert, sofern man überhaupt von Musikinstrumenten sprechen kann :-) Man könnte fast sagen, eine Art Vorläufer von “Daft Punk – Around The World“.

Wahrscheinlich werde ich nie mehr herausfinden, was und von wem das war, es bleibt nur die Erinnerung an die dahinschwebenden Kittelschürzen.

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