04.02.2010 22:09 von Putzlowitsch in
Internet
Spam kann doch manchmal so unterhaltsam sein, wenn auch nur für einen kurzen Moment:
Guten Tag,
heutzutage erstreben wir ihrer Person ein Hauch ganz aussergewohnliches hinzuhalten.
Damit erreichen Sie abermals viel Spass mit Schlampen
http://meine-exschlampe.keintext.de/ *
* Adresse geändert
Irgendwie ist das schon fast poetisch bis kitschig “Ein Hauch ganz Außergewöhnliches”. Und wieso abermals viel Spaß? Egal, unfreiwillig komisch ist es zumindest. :-)
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15.01.2010 16:53 von Putzlowitsch in
Vermischtes
Die InfoPost kommt hier ja eher selten an. Ab und zu wirbt Kabel Deutschland (“An die Bewohner des Hauses…”) für Internet und Telefon per Kabelanschluß und auch die Post selbst schickt mir (“An die Poststelle…”) hin und wieder mal so einen InfoPost-Brief. Alles aber harmlose und zumindest seriöse Sachen. Kürzlich gab es dann die erste Spam-Post, die ich als eher grenzwertig einstufen würde und heute kam dann das hier.

Globale H1N1-Epedemie tötet Tausende weltweit
…
Ja, hier handelt es sich um eine globale Krise des Gesundheitssektors, aber gerade in solchen Zeiten können kluge Anleger enorme Gewinne erzielen.
…
Menschliche Grippevirenimpfstoffe – Riesiges, pandemisches Potenzial – Auf der Überholspur zum Schweinegrippeimpfstoff
Auf insgesamt 12 Seiten soll mir nun nahegebracht werden, warum ich in die Aktien genau eines Biotech-Unternehmens investieren soll. Und immer wieder ist ein Textkasten mit den Daten zu sehen:
WKN: ΑΟQΙ7Η
Empfehlung: Aggresiver Kauf
Kurzfristiges Kursziel: 350-450% Gewinn
Langfristiges Kursziel: 1000%+ Gewinn
Gut, manchmal bekomme ich Spam-E-Mails mit tollen “Aktien-Tips“, aber das kostet den Versender ja praktisch nichts. Hier hat nun jemand aber richiges Geld ausgegeben, um die Aktien zu pushen.
Letztendlich muß ja jeder selber wissen, wofür er sein Geld ausgibt und vielleicht springen ja genug Leute darauf an. Dann steigen die Aktien wirklich und die Investition hat sich für den Top-Analysten und Investment-Berater gelohnt.
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13.12.2009 16:14 von Putzlowitsch in
Internet
Na gut, ich selbst bin nicht soooo wichtig, vielmehr meine Webseite “Putzlowitscher Zeitung” unter der Domain putzlowitsch.de. Das wurde mir zumindest schriftlich am Freitag in einem Brief mitgeteilt. Der Brief kommt von der “co.de-Vergabestelle” der “Websuche Search Technology GmbH & Co KG” aus Osnabrück. Im Schreiben steht:
Da Sie mit www.putzlowitsch.de eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt betreiben, möchten wir Sie mit diesem Schreiben über diese Sunrise-Phase informieren.
Hehe, na da geht doch die Sonne auf, oder was ist eine Sunrise-Phase :-)
Was dahinter steckt
Überschrieben ist der Brief mit “Rechtliche Klärung wegen putzlowitsch.co.de“. Dann folgt einiges Blabla über die angeblich in sehr vielen Ländern existierenden .co.-Domains und die den Markeninhabern vorbehaltene Sunrise-Phase, bevor dann im Ansturm der Landrush-Phase praktisch jeder eine irgendwas.co.de-Domain registrieren kann.
Die Überschrift “rechtliche Klärung” im Zusammenhang mit einem Domainnamen läßt manchen vielleicht erstmal zusammenzucken und gibt der Sache einen scheinbar offiziellen Anstrich. Allerdings kam der Brief zwar an mich persönlich adressiert, aber als INFOPOST ins Haus. Über diesen Weg wird üblicherweise Werbung verschickt, also kann es kaum etwas amtliches sein.
Es stimmt zwar, daß es in manchen Ländern Domains mit .co. gibt, neben der im Brief erwähnten co.uk (Großbritannien) z.B. auch noch co.at (Österreich) oder .co.jp (Japan), manchmal auch mit .com. wie .com.tw (Taiwan) oder .com.pl (Polen), aber das hat alles mit .co.de nichts zu tun. Im Unterschied zu den vorgenannten Beispielen, wo eine echte Registrierung möglich ist (man wird Domaininhaber), bekommt man bei co.de nur eine simple Subdomain. Genau so kann ich z.B. eine Subdomain websuche.putzlowitsch.de einrichten. Das ist weder technisch noch rechtliche eine echte Domain.
Auch die Begriffe Sunrise-Phase und Landrush-Phase gibt es im Zusammenhang mit Domain-Registrierungen tatsächlich, z.B. bei der Einführung der eu-Domains vor drei Jahren. Dabei will man verhindern, daß sich Domaingrabber die Namen von z.B. Firmen unter den Nagel reißen. So können in der Sunrise-Phase zunächst Markeninhaber ihre Ansprüche anmelden, die sie allerdings entsprechend nachweisen müssen, bevor dann die Registrierung in der Landrush-Phase für alle möglich ist.
Es geht nur ums liebe Geld
Die .co.de-Domain gibt es noch nicht lange, erst im Oktober hatte der DENIC die Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Zuvor konnten in Deutschland keine ein- oder zweibuchstabigen Domainnamen registriert werden. Nun versucht scheinbar der glückliche Gewinner der deutschen co-Domain daraus Kapital zu schlagen, denn das Angebot der Subdomain-Miete kostet stolze 99 Euro im Jahr.
Eine echte co.uk-Domain bekomme ich bei einem Webhoster meiner Wahl z.B. schon für etwa 25 Euro im Jahr, eine co.at für etwa 20 Euro. Und da werde ich dann aber tatsächlich Domaininhaber.
So richtig scheint das Geschäft mit den co.de-Domains allerdings noch nicht zu laufen, auf der Webseite findet man unter “co.de Top 10″ und “Neue co.de Domains” noch keine Einträge. Aber gut, die Briefe an die mindestens 4000 de-Domaininhaber sind erst vor ein paar Tagen verschickt worden. Am Wochenende wird da nicht viel passieren und der große Ansturm geht dann sowieso erst mit Beginn der Landrushphase am 01.06.2010 los.
Was mich allerdings interessieren würde, nach welchen Kriterien die angeschriebenen Domaininhaber ausgewählt wurden und wo die Adressen herkommen.
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07.09.2009 23:48 von Putzlowitsch in
Internet,
Kultur,
Menschen

Die einen haben ein Internet-Manifest, andere ein Internet-Moneyfest, da will ich nicht nachstehen und veranstalte hier ein Internet-Minifest.
Nicht die Größe machts, sondern klein ist fein, deshalb nur drei Punkte.
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Das Internet ißt anders
Im Internet gibt es viel ungesundes Essen, Fastfood, geschmacklose Kost, lauwarme Suppe und schales Bier. Schmackhafte Speisen, gesundes Obst und Gemüse, erfrischende Drinks und heiße Getränke sind Mangelware.
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Im Internet intressiert das Uhrheberrecht den Bürger nicht
Das Uhrheberrecht soll nur als silberner Heber für goldene Uhren mißbraucht werden. Piratentum verpflichtet zu nichts.
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Was im Netz ist, bleibt im Netz
Was im Netz ist, existiert nicht wirklich und so bleibt es auch. Online werden sich Texte, Töne und Bilder bald verflüchtigen. Sie bleiben nur für ein paar Jahre abrufbar und werden so zu einem Grab der Zeitgeschichte. Mehrere tausend Jahre alte Schriftrollen sind heute immer noch lesbar, das Internet in 100 Jahen schon nicht mehr.
Gute Nacht!
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20.07.2009 10:15 von Putzlowitsch in
Internet

So ein SEO-Wettbewerb, wie z.B. zur Buchstabenfolge “borntobeaseo“, liefert ja verschiedene Ergebnisse. Für den oder die Gewinner einen Gewinn (sofern ein Preis ausgelobt wurde), für die SEOs möglicherweise Erkenntnisse, ob sie die richtige Optimierungsstrategie fahren und für mich die Bestätigung, daß die von Google geschätzten Ergebniszahlen oft weit von der Realität entfernt sind.
Für BornToBeASeo werden derzeit “ungefähr 23200 Ergebnisse” verkündet. Wow, das muß ja ein toller SEO-Wettbewerb sein, schon etwa 23 Tausend Treffer.
Klickt man sich nun bis zum Ende der Trefferliste durch, ist bereits bei 394 Treffern das Ende der Fahnenstange (6,20m hoch :-) für borntobeaseo erreicht. Ich habe das mal hier in einem animierten GIF (Wechselzeit 3,3 Sekunden) zusammengefaßt. Unten steht dann zwar noch
Um Ihnen nur die treffendsten Ergebnisse anzuzeigen, wurden einige Einträge ausgelassen, die den 394 bereits angezeigten Treffern sehr ähnlich sind.
Sie können bei Bedarf die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen.
aber auch dann werden es nicht mehr als 450 Ergebnisse für borntobeaseo.
Das die angezeigte Anzahl z.B. bei Schreibfehlern, wenn Google anzeigt “Meinten Sie: …”, völlig irreführend ist, hatte ich ja im Zusammenhang mit dem Wallendienstag bereits erläutert. Das ist ein richtiger Google-Fehler, behaupte ich mal.
Google schreibt zwar “ungefähr” vor die Trefferanzahl, aber der Wert ist auch sonst oft, wie beim Beispiel borntobeaseo, ungefähr so weit von der Realität entfernt, wie der Unterschied zwischen meinem Kontostand und dem von Larry Page.
Bei vielen Suchbegriffen läßt sich das auf Grund der tatsächlich riesigen Zahl von Seiten kaum verifizieren. Da kommt so eine unbedeutende Buchstabenanhäufung wie BornToBeASeo gerade recht :-)
Im übrigen sind in dem Zusammenhang auch die Zahlen in der Wikipedia zur “Hommingberger Gepardenforelle” stark in Zweifel zu ziehe. Sicher hat man da korrekt das eingetragen, was Google auf der ersten Trefferseite anzeigt, mit der tatsächlichen Anzahl an Seiten hat es aber wenig zu tun. Aber gut, für eine Art Trendanalyse mag es noch taugen.
Um die Frage aus dem Titel zu beantworten, für borntobeaseo gibt es mitnichten mehr als 23000 Treffer, sondern bestenfalls 500.
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19.07.2009 21:25 von Putzlowitsch in
Internet
Borntobeaseo, also born to be a seo, das ist nicht mein Ding, ist nicht mein Niveau. Wer wird schon zum SEO geboren? Niemand! Es ist alles nur eine Frage von Zeit und Geld. Um so eine kurzfristige Optimierung zu erreichen, bedarf es einer schon länger bestehenden Web-Infrastruktur, die man dann voll zum Einsatz bringen kann. Neulinge und Quereinsteiger haben da praktisch keine Chance. Oder man hat ganz viele Günstlinge, die einem bei Borntobeaseo und auch Borntobeaseo auf die Sprünge helfen. Da kann man noch so schöne, hübsche, nützliche und gehaltvolle Seiten machen, wie man will. Wenn das niemand verlinkt, wird man immer im SEO-technischen Regen stehen. Da hilft auch kein Regenschirm, man wird von den anderen einfach von oben bis unten naß gemacht, wie man so schön sagt.
Der Begriff Borntobeaseo zeugt aus meiner Sicht nicht grad von großer Kreativität. Bei der “Hommingberger Gepardenforelle” war das anders, da gab es viel Spielraum, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Da sind wirklich ein paar nette Ideen und Geschichten entstanden. Aber borntobeaseo, staubtrockenes SEO-Gequatsche, was soll man da schon für eine nette Geschichte zu erfinden. Es animiert mich nicht dazu, überhaupt irgendeinen größeren Aufwand reinzustecken. Bei der Hommingberger Gepardenforelle war das anders, da habe ich extra Domains registriert, mir sogar eine Art Zeitung, die “Hommingberger Zeitung” ausgedacht und mehrere Seiten ins Rennen geschickt. Aber BornToBeASEO, neee Leute, das ist einfach nicht mein Niveau.
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23.06.2009 21:12 von Putzlowitsch in
Internet
Im Moment gibt es mal wieder viel Poker-Kommentarspam
Der beste Online und Internet Poker Raum der Welt.
Test Sieger von Computerbild 2009
Täglich 25.000 Spieler
Jeden Tag Turniere mit Preisen von 50.000 Euro
http://poker.keintext.de*
http://poker.keintext.de*
100 Euro Gratis für jeden neuen Spieler
Jackpot: 2.458.145 Euro
5000 Spieler 24 Std.
Kommt alles von einer IP-Adresse und vor allem ruft der Bot immer erst eine falsche Adresse auf:
/2007/03/07/kleines-blogger-abc/wp-comments-post.php
Die wp-comments-post.php liegt aber im WP-Wurzelverzeichnis.
Das Verhalten könnte man glatt zur Spam-Erkennung verwenden. Falls so eine falsche URL aufgerufen wird, die IP-Adresse einfach sperren, Ruhe im Karton.
* Internetadresse von mir geändert
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