Obst ist nicht genug

Humor ist …

HumorHumor ist die medizinische Bezeichnung für Körperflüssigkeit. So ist die Humoraldiagnostik eine medizinische Methode der Krankheitserkennung durch Untersuchung der Körperflüssigkeiten.

Aber darum geht es beim Thema des aktuellen Webmasterfriday „Humor im Blog?“ vermutlich nicht. Obwohl es ja durchaus auch Witze gibt, bei denen es um menschliche Körperflüssigkeiten geht, will ich auf diese hier nicht weiter eingehen.

Humor, was ist das?

Beim Thema Humor denke ich spontan an:

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

Das Zitat findet man als „Vorwort“ in Otto Julius Bierbaums „Yankeedoodle-Fahrt und andere Reisegeschichten“ und es beschreibt aus meiner Sicht Humor recht treffend. Humor sind nicht etwa Witze, lustige Videos oder Karikaturen, sondern es ist die Fähigkeit eines Menschen, über etwas zu lachen und das auch dann, wenn es ihn selbst betrifft.

Der Begriff Humor geht auf die den Charakter prägenden Körpersäfte (lat. ‚humores‘) der antiken und mittelalterlichen Medizin zurück. Diese Säfte bestimmten danach das Wesen und den Gemütszustand eines Menschen.

Schadenfreude und Sprachwitz

SchadenfreudeSo unterschiedlich wie die Menschen nun mal sind, so unterschiedlich ist auch ihr Humor. Worüber der eine lacht, darüber kann ein anderer nur den Kopf schütteln.

Worüber ich meist nicht lachen kann, das sind diese ja ach so lustigen Videos, denen sich ganze Heerscharen von Blogs und Websites verschrieben haben. Das ist für mich billige Schadenfreude, besonders dann, wenn man sieht, daß sich da jemand ernsthaft wehgetan oder verletzt hat.

Meine Art von Humor geht eher in Richtung Sprachwitz und Situationskomik. Die für mich unübertroffenen Meister des Jonglierens mit Wörtern sind Herricht&Preil. Schon als Kind konnte ich fast jeden Sketch mitsprechen. Auch heute noch gibt es eine Vielzahl von Stichwörtern, bei denen ich spontan aus Herricht&Preil zitiere.

Auch ein schönes Beispiel ist der virtuelle Dialog der Spammer beim TagSEOBlog. Jeder Spamkommentar für sich genommen ist nicht lustig, aber der von Martin gewebte Dialogteppich hat mir so manches Lachen entlockt.

Nicht lustig

Nicht jeder versteht jeden Witz, weil Witze und Komik oft Hintergrundwissen erfordern, um die Lachmuskeln zu reizen. Tante Erna wird vermutlich mit Martins Spam-Dialog kaum etwas anfangen können. Auch der folgende Witz ist nicht für jeden verständlich:

„Was steht in den Noten, wenn ein Stück schnell gespielt werden soll?“ „Vivace“
„Und was steht da, wenn es langsam gespielt werden soll?“ „Wie Bratsche“

Die Karikatur in einer Tageszeitung sollte allgemein verständlich sein, über die c’t Schlagseite wird aber wohl nur jemand lachen können, der sich mit Computern und Informationstechnologien ein wenig auskennt.

Wenn jemand nicht über einen Witz lachen kann, dann liegt das nicht unbedingt daran, daß er ein humorloser Mensch ist, sondern weil er den Witz einfach nicht versteht.

Kleinigkeiten des Alltags

Oft sind es auch nur Kleinigkeiten im Alltag, die mich lachen lassen. Ich kann mich jedesmal aufs Neue darüber amüsieren, wenn ich in meiner Suchbegriffe-Statistik diese Champignons-Champions-Anfragen finde:

champions als gemüse
champions gebraten
champions aus der pfanne

Eine kleine Liste mit Fundstellen im Web hatte ich zur Fußball-WM zusammengestellt. Ich mach mich dabei nicht etwa darüber lustig, daß jemand nicht weiß, wie Champignon geschrieben wird oder sich einfach vertippt hat. Ich habe da vielmehr immer wieder das groteske Bild der Champions z.B. in der Pfanne vor Augen, was mich erheitert. Humor hat auch viel mit Phantasie und Vorstellungsvermögen zu tun.

Zum Lachen in den Keller gehen

Ich sage mal, es gibt keine wirklich humorlosen Menschen oder gar humorlose Völker. Jeder lacht halt über etwas anderes, oft auch über dasselbe und besonders auch miteinander. Lachen ist ansteckend, aber im Unterschied zu Krankheiten gesund.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, daß uns der Kragen platzt.“

sagte oder schrieb Joachim Ringelnatz.

So, ich gehe jetzt erstmal in den Keller…

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Das Rathaus in … na ratet mal

Warum heißt ein Rathaus Rathaus? Weil man raten muß, wo es haust. :-)

Ein Rathaus ist traditionell ein repräsentatives Gebäude am Marktplatz. Ursprünglich als Sitz des Bürgermeisters, des Stadtrats und des Stadtgerichts hat es meist auch einen Festsaal. Es gibt viele bekannte und berühmte Rathäuser. Ein paar Rathäuser kann man hier bei mir schon finden:

Das Köpenicker Rathaus ist durch den Geniestreich des Hauptmanns von Köpenick berühmt geworden. Leider ist es nun seit mehreren Jahren, wenn man von der Köllnischen Vorstadt kommt, von einer häßlichen Stahlbau-Brücke verdeckt.

Auch durch Streiche bekannt geworden ist das Schildauer Rathaus. Hier hatten die Schildauer Bürger (Schildbürger) allerlei recht eigenartige Ideen. So wollten sie in das Rathaus, bei dem die Fenster vergessen wurden, Sonnenlicht mit Körben und Krügen hineinschaffen.

Auch Schwerin hat ein Rathaus. Es ist wohl nicht wirklich berühmt, aber es ist das Rathaus meiner Heimatstadt und so kann ich es schlecht unter den Tisch fallen lassen. Im Übrigen sind die Wolken im Bild nur nachträglich hinzugefügt, so ein paar Wolken sollte man immer auf Lager haben. :-)

Das Bremer Rathaus kenne ich selbst noch nicht, es ist mir bisher nur in Form von 2-Euro-Münzen untergekommen. Wie bei einigen anderen Rathäusern auch, steht vor dem Rathaus in Bremen ein Roland. So ein Roland symbolisierte früher hohe Gerichtsbarkeit oder städtische Rechte und Freiheiten.

Rathäuser sind keine deutsche Erfindung und so gibt es auch in Prag ein sehr bekanntes Rathaus. Das Altstädter Rathaus ist vielen durch die berühmte astronomischen Uhr mit den 12 Aposteln bekannt. Jeweils zur vollen Stunde drängeln sich die Touristen davor, um die Parade der zwölf Apostel zu sehen.

Aber wo stehen die drei Rathäuser auf den Bildern ganz oben? Na ratet mal…

Mitarbeiter der Putzlowitscher Zeitung und deren Angehörige dürfen nicht mit raten!

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