Obst ist nicht genug

BER Flughafen länger in Betrieb, als gedacht

BER – Flughafen Berlin Brandenburg International

BER Berlin mit Aeroflot

Kofferanhänger Aeroflot nach Berlin BER Flug SU 556096

Der Flughafen BER ist schon länger in Betrieb, als allgemei angenommen wird. Zumindest bin ich mit der Aeroflot, als es noch die Sowjetische Fluggesellschaft (Soviet airlines) war, nach Berlin BER geflogen. Habe beim Aufräumen den alten Kofferanhänger gefunden. :-)

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Urlaub in Wien – die Anreise (Flug von Hamburg nach Wien)

Für die Reise nach Wien gab es einige Optionen. Wir hätten mit dem Auto fahren können oder mit der Bahn. Auch mit dem Fernbus kommt man heutzutage nach Wien.

Da es aber nur ein Kurzurlaub war, wollten wir die Zeit möglichst effektiv nutzen und haben uns für das Flugzeug entschieden. Den Flug von Hamburg nach Wien haben wir bei Eurowings bereits im März zu einem ganz vernünftigen Preis gebucht. Wir haben den mittleren Tarif „Smart“ genommen, der bereits ein Gepäckstück, freie Sitzplatzwahl und einen Snack mit Getränk enthält.

Zum Start der Reise sind wir mit der DB-Regionalbahn von Schwerin zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren und von dort mit der S-Bahn S1 zum „Hamburg Airport (Flughafen)“. Der Check-in erfolgte elektronisch und bei der Gepäckabgabe am Eurowings-Schalter mußten wir nicht warten. Es war nichts los, wir waren aber auch schon 3 Stunden vor dem Abflug dort.

Die Sicherheitskontrolle in Hamburg erfolgt per Körperscanner und verlief auch kurz und reibungslos. Nun hatten wir noch viel Zeit bis zum Abflug.

Ich muß sagen, daß ich vor dem Flug schon etwas aufgeregt war, denn meine letzte Flugreise liegt viele Jahre zurück. Ich bin das letzte Mal noch zu DDR-Zeiten, im Januar 1988 mit einer TU-134 von Berlin nach Prag geflogen. Insofern war das mit dem Fliegen für mich alles praktisch neu und spannend.

Dann war es endlich so weit. Vom Gate A24 ging es mit dem Bus zum Flugzeug. Der Start von Eurowings Flug EW4708 verzögerte sich noch etwas, weil das Gepäck nicht rechtzeitig eingeladen werden konnte. Mit ca. 15 Minuten Verspätung hoben wir vom Hamburger Flughafen in Richtung Wien ab. Da ich einen Fensterplatz hatte, könnte ich natürlich viele Fotos machen. :-)

GPS im Flugzeug

GPS im Flugzeug

Nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatten, gab es dann den im Preis inbegriffenen Snack (halbes Käse-Sandwich) nebst Getränke (kleine Flasche Wasser + Saft/Kaffee/Wasser). Ja, das war jetzt keine kulinarische Offenbarung, aber soweit in Ordung. Konnte man essen und der Kaffee war auch trinkbar.

Zum Flugverlauf gab es keine Informationen, aber das war keine Problem. Ich hatte mein Smartphone zwar brav in den Flugzeug-Modus geschaltete, aber GPS funktioniert da trotzdem, weil da ja nur Funkwellen empfangen werden und nicht gesendet wird.

So war ich immmer bestens über Position (dank Openstreetmap-Offlinekarten), Flughöhe und -geschwindigkeit informiert.

Irgendwann meldete sich dann auch Flugkapitän Michael Koch mit der Information, daß wir gerade über Prag wären und in Wien pünktlich kurz nach 19 Uhr landen würden.

Beim Landeanflug auf Wien waren dann schon mal die schöne, blaue Donau und viele Windräder zu sehen. In Wien mußten wir nur ein paar Minuten auf das Gepäck warten und dann ging es mit der ÖBB in Richtung Stadt, genauer gesagt zum Praterstern. Da der Flughafen etwas außerhalb liegt, ist man so ca. 35 Minuten mit der Schnellbahn S7 unterwegs.

Vom Praterstern sind wir dann zu Fuß zum Hotel gegangen, das war nicht so weit weg, etwa 15 Minuten.

Da waren wir also nun in der Österreichischen Hauptstadt Wien.

Demnächst mehr…

Die Rückreise (Flug von Wien nach Hamburg)

Zurück sind wir dann auch geflogen, übrigens mit der selben Maschine wie beim Hinflug, einem Airbus A320 (D-AIZV). Das Flugzeug hatte am Rückflugtag fast genau drei Jahre auf dem Buckel.

Die Rückreise begann am Bahnhof Wien-Mitte. Eigentlich hatten wir die Idee, nach dem Auschecken im Hotel gemütlich zum Bahnhof Wien Mitte zu gehen und dort die Koffer in Gepäckschließfächern zu verstauen. Leider gab es dort keine freien Schließfächer, denn es stehen nicht wirklich viele zur Verfügung und die Hälfte davon war zudem aus technischen Gründen außer Betrieb. Da wir noch Zeit bis zum Abflug hatten, sind wir also mit den Koffern durch die Stadt gezuckelt.

Mit der Schnellbahn S7 ging es schließlich zum Flughafen. Kurz nach dem Start überflogen wir wieder die Donau und landeten pünktlich kurz vor Sonnenuntergang in Hamburg. Das „pünktlich“ war auch wichtig, denn wir mußten noch den letzten Regionalexpress (RE1) nach Schwerin bekommen. Kurz nach Mitternacht waren wir dann wieder zu Hause in Schwerin.

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Walter Ulbricht und Willi Stoph in Kiew (Ukraine)

Das Video

Kürzlich habe ich unsere alten 8mm-Filme durchgesehen und da ist mir eine Rolle aus den 60er Jahren in die Hände gefallen. Da ich den Kameramann nicht mehr fragen kann, wann und wo das aufgenommen wurde, habe ich versucht, es aus dem Inhalt des Filmes herzuleiten.

Hier zunächst der Film:

Das Flugzeug IL-18 DM-STH

Am einfachsten war es, das Flugzeug zu identifizieren. Mit der viermotorigen Propellermaschine IL-18 der DDR-Interflug bin ich selbst schon geflogen. Besonders interessant ist aber das Kennzeichen der Maschine DM-STH. Mehrere Quellen geben als Datum der Eintragung in das Luftfahrtregister den 12. September 1964 an. Also kann der Film nicht vor diesem Datum entstanden sein.

Der Flugplatz in Kiew (Ukraine)

Beim Flughafen war das nicht ganz so einfach. Ich dachte zunächst an Moskau Wnukowo, wo es auch so eine Bogenhalle gibt, die aber doch anders aussieht. Auf die richtige Spur brachten mich dann die drei Flaggen, denn neben der DDR und UdSSR-Flagge ist auch noch die der USSR (Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik) zu sehen.

Also müßte es in Kiew sein und richtig, es ist der Flughafen Boryspil. Das im Film zu sehende Gebäude ist das heutige Terminal B.

Und dann gibt es da noch die militärische Ehrenformation. Die bietet zwar keinen Hinweis auf den Flughafen oder den Ort, aber man kann davon ausgehen, daß es sich um den offiziellen Staatsbesuch einer DDR-Delegation in der Ukraine handelt.

Dier Personen – Walter Ulbricht und Willi Stoph

Bei zwei Personen bin ich mir recht sicher, es sind Walter Ulbricht und Willi Stoph (jeweils links im Bild). Die eigentliche Frage und gewissermaßen der Knackpunkt ist, wer ist die Person rechts im Bild, von der sich die DDR-Gäste mit Bruderkuß verabschieden? Im ersten Moment hatte ich angenommen, es sei Nikita Chruschtschow.

Allerdings wurde Chruschtschow Mitte Oktober 1964 „abgesägt“ und somit ergäbe sich ein Zeitfenster von gerade mal einen Monat für den Film. Das Problem, für den Zeitraum September/Oktober 1964 gibt es keinen Hinweis auf einen Staatsbesuch einer DDR-Delegation in der Ukraine.

Vom 17.9.-28.9.1965 gab es den Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation unter der Leitung von Walter Ulbricht in der Sowjetunion. Ein kurzer Bericht ist im Archiv des DEFA-Augenzeugen zu finden. Dort wird auch der Aufenthalt der DDR-Delegation ab dem 25. September in der Ukraine kurz erwähnt.

Von der Jahreszeit her könnte das gut passen, denn viele Personen tragen leichte Mäntel, die Blumen-Pioniere aber nur Hemden bzw. Blusen und kurze Hosen bzw. Röcke. Es kann als noch nicht wirklich kalt gewesen sein, was gut zu Ende September paßt.

Weitere Hinweise sind im ND-Archiv zu finden, so auch zum Tag der Abreise in „Neuen Deutschland“ vom 29.9.1965 (Seite 3):

„Kiew. Die gastfreundlichen Kiewer verabschiedeten am Dienstagmorgen unsere Partei- und Regierungsdelegation mit einem viele Kilometer langen Spalier. Dieses herzliche „Lebe wohl!“ von Zehntausenden fand auf dem Flugplatz Borispol seinen Höhepunkt, wo in einem feierlichen Zeremoniell Pjotr Schelest, der …

Also müßte das da im Film Pjotr Schelest sein, der damalige erster Sekretär der ukrainischen kommunistischen Partei. Die Suche nach Pjotr Schelest liefert zunächst keine brauchbaren Ergebnisse, insbesondere keine Bilder. Wenn man aber nach Петро Шелест sucht, sieht das schon ganz anders aus. Ja, das ist der Mann im Film, von dem sich die DDR-Politiker verabschieden.

Das Ergebnis

Der Film zeigt die Verabschiedung einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR mit Walter Ulbricht und Willi Stoph durch Petro Schelest am 28. September 1965 auf dem Flughafen Kiew Boryspil in der Ukraine.

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