Obst ist nicht genug

Emil Berliner – Google-Doodle für den Erfinder der Schallplatte und des Grammophons (2. Ausgabe)

Amiga-Schallplatte

Amiga-Schallplatte

Schallplatten waren hier in der PZ eher selten ein Thema. Nur zum Tod von Michael Jackson und den danach in die Höhe schießenden Preisen bei eBay für Amiga-Pressungen hatte ich etwas über Schallplatten geschrieben.

Heute nun hat mich Google mit dem Doodle für Emil Berliner dazu gebracht, erneut das Thema Schallplatten aufzugreifen. Emil Berliner war ein deutsch-amerikanischer Erfinder und gilt als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons.

Emil Berliner (Google Doodle)

Emil Berliner (Google Doodle)

Das Doodle zeigt Emil Berliner (das kleine Google-g) mit einem Grammophon (das große Google-G) und zwei Schallplatten (die zwei kleinen Google-o). Außerdem ist ein Mikrofon (das kleine Google-e) mit einem Kabel (das kleine Google-l) zu sehen.

Das Doodle ist ganz hübsch, aber weder animiert noch interkativ, also eigentlich nichts wirklich Besonderes. Eigentlich deshalb, denn es gab bereits vor 7 Jahren am 20. Mai 2011 ein Doodle zum 160. Geburtstag von Emil Berliner:

Emil Berliner (Google Doodle 2011)

Emil Berliner (Google Doodle 2011)

Und das ist nun doch eine Besonderheit, denn meines Wissens gab es noch nie zwei Doodle für eine Persönlichkeit zum Geburtstag. Wurde hier nun ein Bann gebrochen und wir müssen und auf weitere, schon dagewesene Doodle einrichten? Oder ist es nur ein Versehen und die Doodle-Redaktion hat schlampig recherchiert (mit Google gesucht :-)?

Das Doodle vor sieben Jahren gab es nur in DACH, das Doodle von heute wird zwar in Deutschhland, nicht aber in Österreich und der Schweiz gezeigt, dafür ab z.B. in Japan, Italien und einigen anderene Ländern. Parallel dazu gibt es in mehreren Ländern wie den USA, Rußland und Frankreich ein Doodle für Abraham Ortelius, den flämischen Geograph und Kartograph, Herausgeber eines der ersten Atlasse.

Wie auch immer, ich habe das Emil Berliner Doodle mal wieder zu einem kleinen Video verarbeitet:

Und ein paar Links zum Doodle gibt es auch noch:

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Programmiersprachen für Kinder – 50 Jahre „Kids Coding“

Programmierung und Programmiersprachen

Als Informatiker habe ich natürlich auch mit Programmierung und Programmiersprachen zu tun, sie sind ein Handwerkszeug in meinem Beruf.

Angefangen mit dem Programmieren hatte ich mit BASIC auf einem Heimcomputer, später kam dann Assembler für verschiedene Maschinen (Z80, ESER, x86), C/C++ und Pascal dazu. Im Studium gab es dann noch eine Einführung in Prolog und COBOL. Seit einigen Jahren zähle ich auch noch JAVA, JavaScript und PHP zu meinen Programmiersprachen.

Seit 50 Jahren gibt es aber auch Programmiersprachen für Kinder.

Logo ist eine erziehungsorientierte funktionale Programmiersprache, die 1967 von Daniel G. Bobrow, Wally Feurzeig, Seymour Papert und Cynthia Solomon entworfen wurde. Die leicht zu erlernende Interpretersprache hatte in den 1980er Jahren, zur Zeit der Heimcomputer, ihre größte Verbreitung.

Für die damalige Zeit hatte Logo eine sehr hohe Leistungsfähigkeit dank der dynamischen Listen aus Lisp, frei definierbarer und rekursiv aufrufbarer Funktionen und einiger anderer Elemente. Trotzdem konnte die Programmiersprache sich nicht gegenüber anderen „Anfängerprogrammiersprachen“ wie z. B. BASIC durchsetzen, was auch daran lag, dass sie kindgerecht entwickelt und daher von vielen unterschätzt wurde.

Die bekannteste Besonderheit von Logo ist Turtle-Grafik, bei der sich eine oder mehrere virtuelle Schildkröten über den Bildschirm bewegen lassen, die bei Bedarf eine farbige Linie hinter sich herziehen. Auf diese Art kann dann eine Zeichnung erstellt werden. (aus Wikipedia)

Programmiersprachen für Kinder – 50 Jahre „Kids Coding“

Heute gibt es ein interaktives Google-Doodle, bei dem man selber einen Hasen „programmieren“ muß, damit er die leckeren Möhren einsammelt und auffuttert.

Es stehen die drei einfachen Programm-Befehle Gehen/Schritt (grün), Drehen – 90° nach rechts oder links (blau) und Schleifen (orange) zur Verfügung.

Programmiersprachen für Kinder (Google-Doodle)

Programmiersprachen für Kinder (Google-Doodle)

Es gibt sechs Aufgaben zu Lösen. Bei Aufgabe 3 (oben im Screenshot) kommen bereits alle Elemente zum Einsatz. Die Lösungen der ersten drei Aufgaben sind trivial und dienen eher dazu, sich mit der Funktionsweise vertraut zu machen.

Die anderen drei Aufgaben sind schon etwas komplexer. Dazu muß man auch wissen, das Schleifen verschachtelt werden können. Das war mir Anfangs nicht so klar. Aber wenn man weiß, wie es geht, sind die kürzesten Lösungen gar nicht so schwer. :-)

Und natürlich habe ich meine Programmierversuche wieder in einem Doodle-Video festgehalten:

Viel Spaß!

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Die Erfindung des Lochers – ein Meilenstein der Bürotechnik

Erfindung des Lochers

Erfindung des Lochers

Erfindung des Lochers

Heute vor 131 Jahren, am 14. November 1886, erhielt der deutscher Kaufmann, Unternehmer, Erfinder und Grafiker Friedrich Soennecken vom Kaiserlichen Patentamt das Patent DRP 40065 für den von ihm erfundenen Papierlocher für Sammelmappen, Briefordner u. dergl. Soennecken gilt auch als Erfinder des Aktenordners, den er 1886 als „Briefordner“ auf den Markt brachte. Um Papiere in einem Aktenordner abheften zu können, müssen sie natürlich gelocht werden. Was lag also näher, als ein entsprechendes Gerät zu erfinden und zu vermarkten.

Regal mit Aktenordnern

Regal mit Aktenordnern

Heute gehört der Locher zur Grundausstattung eines jeden Büros. Ohne Locher geht gar nichts. Auch wenn seit Jahrzehnten vom „papierlosen Büro“ gefaselt wird, in der Realität ist das noch nicht wirklich angekommen. In praktisch jedem Büro findet man lange Regalreihen oder Schränke voller Aktenordner.

Bei mir nehmen die Ordner nur ca. 2½ Regalbreiten ein, aber auch ich hefte alles Wichtige ordentlich ab. Lochen, abheften, lochen, abfehten, lochen, abheften…

Ohne die Erfindung des Löchers wäre das Büroleben ja richtig langweilig. Das hat sich wohl auch Google gedacht und widmet deshalb der Erfindung des Lochers heute ein Doodle.

Google Doodle

Das Doodle zur „Erfindung des Lochers“ ist in mehreren Ländern zu sehen, unter anderem auch in Deutschland. Es ist hübsch animiert und zeigt die Google-Buchstaben als Locher-Konfetti. Nur das kleine „g“ ist ein noch ungelochtes, blaues Blatt Papier. Aber nicht lange, den der Locher kommt angehüpft und locht ein Gesicht in das kleine „g“, worauf es fröhlich zu tanzen anfängt.

Ich habe mal wieder, Ihr könnt es Euch sicher schon denken, ein kleines Video aus dem Doodle erstellt:

Und hier habe ich wie immer noch ein paar Links zum Thema „Erfindung des Lochers“:

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Das Studio für elektronische Musik feiert 66. Geburtstag

Studio für elektronische Musik

Elektronik abstrakt

Elektronik abstrakt

Gut, ob das „Studio für elektronische Musik“, ein Tonstudio des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln, tatsächlich seinen 66. Geburtstag feiert, wage ich zu bezweifeln.
Zumindest Google feiert das Studio morgen in einigen Ländern mit einem Doodle.

In der Wikipedia findet man folgenden Text:

„Das Studio für elektronische Musik in Köln ist ein Tonstudio des Westdeutschen Rundfunks, das als weltweit erstes seiner Art gilt. Seine Geschichte spiegelt die Entwicklung der elektronischen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Am 18. Oktober 1951 fand im damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk eine Besprechung anlässlich einer Sendung eines Nachtprogrammbandes über elektronische Musik am Abend desselben Tages statt. Durch einen Bericht über diese Besprechung informiert, gab der Intendant des Senders, Hanns Hartmann, grünes Licht für die Einrichtung des Studios. Insofern kann dieser Tag als Gründungsdatum des Studios für elektronische Musik angesehen werden.“

Da der 18. Oktober 1951 als Gründungstag zählt, ist morgen also der 66. Geburtstag des Studios für elektronische Musik.