Obst ist nicht genug

Schweriner Theater – Montagsdemo auf dem Markt

Buntes Programm

Ich hatte ja geschrieben, daß ich dabei sein werde, bei der Kulturschutz-Montagsdemo auf dem Schweriner Markt vor dem Rathaus. Mit mir waren noch geschätzte 2000 Schweriner und viele Mitarbeiter des Theaters auch vor Ort.

In einem bunten Programm, moderiert von Schauspieler Jochen Fahr, gab es Musik, Gesang und auch ein paar Reden. Die Trennung zwischen Bühne und Publikum war aufgehoben, alle konnten mit musizieren und mitsingen.

Entlassungen erstmal vom Tisch

Bereits im Vorfeld hatten die Fraktionschefs der Stadtvertretung bekannt gegeben, daß sie dem vorliegenden Sanierungsplan mit dem Abbau von 79 Stellen und Spartenschließungen nicht zustimmen werden. Insofern war das gestern auch keine Demo gegen die Stadtvertreter, sondern ein eindringlicher Appell an die Landesregierung und den Kultusminister, das Mecklenburgische Staatstheater und die Staatskapelle nicht untergehen zu lassen.

Die Stadt hat bereits für dieses Jahr 1,4 Millionen Euro zur Theaterfinanzierung kurzfristig bereitgestellt. Nun ist das Land in der Pflicht, seinem Theater die Finanzierung für das nächste Jahr und darüber hinaus zu sichern.

Auch wenn die akute Gefahr erst einmal gebannt ist, ist die Kuh noch nicht vom Eis.

Hier ein paar Eindrücke der gestrigen Kulturschutz-Veranstaltung als Video:

Das Kulturschutz-Video bei YouTube.

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Sommerzeit 2012 – morgen geht es los

Uhr Sommerzeit 2 Uhr -> 3 Uhr

Morgen ist es dann so weit,
es beginnt die Sommerzeit.

Uhren werden vor gestellt,
kostet alles noch viel Geld.

Morgens wird es später hell,
abends dunkelts nicht so schnell.

Aufstehn fällt mir nicht so leicht,
wenn die Helligkeit nicht reicht.

Braucht man später Lampenlicht,
doch mich intressiert das nicht.

Ich geh früher heut ins Bett,
im Bett da ist es immer nett.

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin – Kulturschutz jetzt

Schweriner Theater: Abwärts - Trauerspiel von M. Brodkorb in einem Akt

Lichter aus?

Kultur läßt sich nicht in Geld messen und ist doch unendlich wertvoll. Darstellende Kunst ist vergänglich aber zeitlos.

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Dem Theater in Schwerin geht es schlecht, nicht etwa künstlerisch, nein ganz einfach finanziell. Das Schweriner Theater heißt „Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin“ und könnte bald eine Provinzbühne werden. Dabei ist das Große Haus voriges Jahr 125 Jahre alt geworden und wurde in den letzten Jahren für viele Millionen Euro saniert und modernisiert.

Was nützt aber so ein Schmuckstück von Theater, wenn bald niemand mehr da ist, der auf der Bühne steht, schauspielert, musiziert, singt und tanzt?

Geld regiert die Welt

GeldDas Land Mecklenburg-Vorpommern hat die Finanzmittel für Theater und Orchester seit 1994 nicht erhöht, obwohl natürlich in dieser Zeit die Kosten in allen Lebensbereichen gestiegen sind. Wie soll das funktionieren?

Bekommen die Schauspieler, Musiker, Mitarbeiter einfach das gleiche Geld wie vor 18 Jahren, obwohl die Lebenshaltungskosten seitdem um ca. 30% gestiegen sind? Ich möchte den Minister oder Staatssekretär sehen, der sich mit dem Gehalt von 1994 abspeisen läßt.

Das Zauberwort heißt Stellenabbau. So wurde von 1991 bis 2012 die Zahl der Mitarbeiter bei Theater und Orchester in Schwerin von 640 auf 320 reduziert. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 79 Stellen gestrichen werden. Wenn ich das mal weiter rechne, wird es bei einer angenommenen jährlichen Reduzierung von 25 Stellen bereits 2025 kein Staatstheater mehr geben.

Platt machen

Neben einer Ausdünnung der Mecklenburgischen Staatskapelle zu einem B-Orchester stehen besonders die Puppenbühne und die Fritz-Reuter-Bühne auf der Abschußliste. Gerade die komplette Aufgabe der niederdeutschen Bühne ist grotesk, heißt es doch in der Landesverfassung MV in Artikel 16 Absatz 2:

Artikel 16
(Förderung von Kultur und Wissenschaft)


(2) Das Land schützt und fördert die Pflege der niederdeutschen Sprache.

Also liebe Landespolitiker, schaut mal in die Verfassung und handelt danach!

Noch nicht zu spät

Kulturschutz [x]  Theater Schwerin

Am 26. März sollen die Stadtvertreter die Streichung beschließen. Der Landtag wird frühestens im April zu der mit 50000 Unterschriften unterstützten Initiative für die Theaterlandschaft tagen. Der Kultusminister will sich zum Oktober 2012 mit einem Konzept zu Wort melden. Dann sind die geforderten Kündigungen bereits ausgesprochen!

So steht es auf der Seite der Initiative „Theater Schwerin Kulturschutz„, also mitmachen und das Theater retten (auch bei Facebook).

Ich bin auf jeden Fall am 26. März (16:00 bis 19:30 Uhr) bei der Demo vor dem Rathaus – „Schwerin rettet das Theater!“ dabei.

Ich will auch mit meinen Enkelkindern später irgendwann mal hier in Schwerin ins Theater gehen können.

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Frühlingstagundnachtgleiche, auch als Frühlingsanfang bekannt

Frühlingstagundnachtgleiche - Frühlingsanfang 2012

Heute ist Frühlingsanfang. Die Frühlingstagundnachtgleiche, letztes Jahr letztmalig noch am 21. März, ist dieses Jahr am 20.03. Der Termin wird sich in nächster Zeit immer mehr zum 19. März verschieben.

Im Garten bimmeln die Schneeglöckchen und die Winterlinge recken ihre gelben Köpfchen aus dem Grün der Blätter hervor. Der Ahorn Flieder setzt frische Knospen an. Ich habe das in einem kurzen Video aus unserem Hinterhof-Garten festgehalten:

Kleiner SchneemannFrühlingsanfang bedeutet gleichzeitig Winterende, einen kleinen Schneemann gibt es schon lange nicht mehr in unserem Garten. Ich hatte ihn vor ein paar Jahren auf dem Foto festgehalten.

Irgendwann sah der Schneemann dann nur noch so aus. Aber das ist der Lauf der Dinge, das Alte schmilzt hinweg, Neues bahnt sich seinen Weg.

Auch Google hat heute eine Frühlingstagundnachtgleiche-Doodle auf der Startseite, die üblichen Verdächtigen haben auch schon fleißig Videos produziert und Artikel geschrieben:

Bei Schnurpsel gib es wie immer die Frühlingstagundnachtgleiche-Top-100.

Ich bin mit meinem Artikel spät dran, aber egal, der Frühling hat ja gerade erst begonnen. :-)

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Totale Sonnenfinsternis 1999, wie ich sie sah

Am 11. August 1999 gab es eine totale Sonnenfinsternis, die auch von Europa aus beobachtet werden konnte.

Leider war sie in Berlin nur als partielle Finsternis mit einer Abdeckung von etwa 89% zu sehen. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber zumindest zeitweise konnte man das Naturschauspiel gut beobachten.

Meine Position war damals nicht die schlechteste. Ich saß in der neunten Etage eines Bürogebäudes im Südosten von Berlin. Netterweise hatte der Raum seine Fenster mit Blickrichtung nach Süden, was zwar im Sommer große Hitze bedeutete, für die Beobachtung der Sonnenfinsternis aber ideal war.

Ich hatte damals einfach die eigentlich für die industrielle Bildverarbeitung gedachte Kamera gen Himmel gehalten, die Bilder live ins Internet übertragen und zusätzlich aufgezeichnet. Die geringe Auflösung von nur 288×216 Bildpunkten ist der damals noch nicht so üppigen Netzwerk-Bandbreite, besonders im Upload, geschuldet.

Ich habe nun das Zeitraffer-Video der Sonnenfinsternis von1999 ungeschnitten bei YouTube eingestellt. Es zeigt alle Neupositionierungen der Kamera und ein paar Zwischenschnitte auf den Flur. Ich hatte damals noch eine Flurkamera mit am selben Framegrabber hängen.

Kurz nach der Liveübertragung ins Internet erhielt ich sogar ein paar Dankes-E-Mails.

Uta S. aus C.

Danke für die Bilder. Ich fand, dies war ein gigantisches Erlebnis. Ich war total begeistert. War Wahnsinn!

Torsten D. aus H. an der S.

Vielen Dank für das Bereitstellen der SoFi auf deiner HP. Ihr habt doch einiges mehr sehen können als wir. Die AVI-Files konnte ich mir anschauen, aber mit den Quicktime-Movies hab ich Probleme.

Katrin Z. aus B.

Seit der Sofi bin ich ein Fan Ihrer livekamera. Nun muß ich gerade eine Webkamlösung raussuchen und wollte fragen, ob ich mir mal die Ihre von nahem ansehen darf.

Tja, damals konnte man den Leuten noch mit briefmarkengroßen Bilderchen eine Freude machen, heute müssen es schon Videos in Full-HD sein.

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OGS – Obst, Gemüse und Südfrüchte, ähhhm Speisekartoffeln :-)

Gurken, drei SalatgurkenOGS, das stand zu DDR-Zeiten für den VEB OGS – Obst, Gemüse und Speisekartoffeln.

Das war der Großhandelsbetrieb für eben die genannten Produkte, der Kaufhallen, Obst- und Gemüseläden mit Obst und Gemüse belieferte.

Aus dem S in OGS wurden statt Speisekartoffeln bisweilen scherzhaft Südfrüchte gemacht, die es im Unterschied zu Kartoffeln eher selten bis gar nicht gab.

Für die anderen Sachen war der VEB WtB – „Waren des täglichen Bedarfs“ zuständig. In so einem Lager haben wir als Studenten in Görlitz im November 1989, also kurz nach der Maueröffnung, mit einem einwöchigen Arbeitseinsatz ausgeholfen. Durch die Grenzöffnung waren ein paar Mitarbeiter auf nimmer Wiedersehen verschwunden und so haben wird die Güterwagen entladen, die Waren sortiert und auf Paletten für die Kaufhallen versandfertig gemacht.

Birne gelbAls mein kleines OGS-WtB-Lager im Internet habe ich vor ein paar Tagen die Bildergalerie BilderU ins Leben gerufen.

Ihr findet dort meine Bilder von Äpfeln, Erdbeeren, Gurken und Tomaten aber auch Brötchen und Kaffee zusammengefaßt, die sonst hier bei der PZ auf mehrere Artikel verstreut sind.

Gut, ich habe dort auch Katzen und Pferde einsortiert, die jetzt nicht unbedingt zum Obst und Gemüse zählen, aber es sind meine Bilder. Die gehören einfach dazu.

Ich werde die Foto-Galerie auch nach und nach erweitern, z.B. mit Städte-Bildern z.B. von Schwerin, Berlin und Frankfurt, mit Technik und Elektronik und was mir sonst noch so einfällt. Also immer mal wieder reingucken. :-)

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