Obst ist nicht genug

Herbstanfang 2017 – es wird Herbst und es wird kalt

So langsam aber sicher geht der Sommer zu Ende und der Herbst steht vor der Tür. Pünktlich zum Herbstanfang 2017 lag heute feinster Morgennebel über dem Hinterhof.

Herbstanfang 2017: Nebel im Hinterhof

Die Temperaturen erreichen heute nur noch 17 Grad, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 40% (lt. Wetter-App).

Die Natur ist noch nicht ganz so weit, wie vor drei Jahr um diese Zeit. Die Blätter des wilden Weines im Hinterhof sind noch schön grün, färben sich erst ganz vereinzelt ein bißchen Rot. Auch sonst ist vom bunten Herbstlaub nicht viel zu sehen.

Abends wird es schon früh dunkel und wenn morgens der Wecker klingelt, ist es immer noch nicht richtig hell. Da fällt das Aufstehen gleich viel schwerer.

Bereits vor etwa einer Woche habe ich die Heizung eingeschaltet, da es, besonders auch nachts, schon recht kühl ist.

Herbstanfang 2017

Heute beginnt mit der Herbst-Tagundnachtgleiche dann auch astronomisch der Herbst. Am 22. September ist dieses Jahr Herbstanfang. Nächstes Jahr wir der Herbstanfang dann mal wieder am 23. September sein. Künftig wird der 22. zunehmend häufig vorkommen; im Jahr 2067 wird der 23. zum letzten Mal in diesem Jahrhundert als Herbstanfang auftreten.

Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Google-Doodle, es wurde allerdings etwas verspätet freigeschaltet. Wie auch die letzten Jahreszeiten-Doodles kommt es zeitgenau zum astronomischen Herbstpunkt kurz nach 22 Uhr MESZ. Wurde nun doch schon etwas eher veröffentlicht. :-)

Es ist das selbe Herbst-Doodle, wie es im März schon auf der Südhalbkugel zu sehen war. Ich habe es mal wieder zu einem Video verarbeitet:

Ja, der Herbstanfang ist nah. :-)

Weitere Infos zum Herbstanfang 2017 (Doodle):

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Meteoritenschwarm der Perseiden 🌠 Sternschnuppen im August 2017

Mit Sternschnuppen verbinde ich spontan drei Dinge bzw. Erinnerungen.

1 – Zeit der Sternschnuppen

Sternschnuppe Perseiden (a)

„Immer, wenn im Juli und August am Nachthimmel Sternschnuppen aufleuchten, erinnert sich Hans Weyden an das Abenteuer seines Leben.

Sie hieß Aul, hatte langes schwarzes Haar und trug zu jeder Stunde ein enganliegendes Trikot, denn auf dem sechsten Jupitermond, wo sie sich mit ihrem Vater vorübergehend aufhielt, gibt es keine Jahreszeiten und keine Mode. Hans Weyden war in ihrem Leben der erste Mann – und voraussichtlich auch der letzte.

Aber bevor es zu einem herzzerreißenden Abschied kommt, nehmen wir zusammen mit Hans Weyden und dem Dackel Waldi Kurs auf den Jupiter und betreten an seiner Seite eine wunderliche Welt, in der unvorstellbare Zukunft und längst vermoderte Vergangenheit eine seltene Ehe miteinander eigegangen sind.

Ahnungsvoll begleiten wir Weyden bei seiner Rückkehr zur Erde und wünschen ihm, er möge sich der unabwendbar auf ihn zukommenden Entscheidung gewachsen zeigen.“

So steht es im Klappentext des phantastischen Romans „Zeit der Sternschnuppen“ von Herbert Ziergiebel. Das 1972 im Verlag „Das Neue Berlin“ erschienen Buch zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Ich könnte es eigentlich mal wieder lesen. Habe ich schon länger nicht mehr gemacht.

2 – Viele, viele Sternschnuppen

Sternschnuppe Perseiden

In meinen letzten Sommerferien im August 1982 war ich für knapp zwei Wochen in der Hohen Tatra in der damaligen ČSSR. Wir wohnten in einer Ferienwohnung in Tatranská Štrba. Auf der Wiese beim Haus konnt man es sich abends bequem machen und in den klaren Nachthimmel schauen.

So viele Sternschnuppen und Sterne wie dort habe ich später nie mehr gesehen. Die klare Gebirgsluft, die Ferne zu großen Städten, kaum Umgebungslicht und natürlich der Zeitpunkt zum Maximum der Perseiden waren den Beobachtungsbedingungen sicher zuträglich.

3 – Sternschnuppen im Dienst

Perseiden Sternschnuppe (c)

Im Jahr 1987 war ich bei der NVA und diente als Funkobermechniker in der Nachrichtenkompanie des WBK Frankfurt/Oder. Eigentlich war das ein recht ruhiger Werkstatt-Posten aber hin und wieder waren auch „normale“ Dienste abzuleisten.

So hatte ich am 2./3. August Wachdienst. Bewacht wurde das Gelände mit der Nachrichtenwerkstatt/Lager, einer KW-Sendestation (KN1-E), Einrichtungen des Rückwärtigen Dienstes (RD) und dem Wohnheim für Berufssoldaten.

Meinen Nachtdienst von 0 bis 2 Uhr habe ich dann teilweise entspannt auf der Wiese liegend verbracht. Im Radio, einem Taschenradio G 1000 MW, lief Radio Luxemburg (RTL) auf Mittelwelle 1440 kHz. Über mir am nächtlichen Himmel konnte ich die eine oder andere Sternschnuppe sehen und mir etwas wünschen. So entspannt konnte es auf Wachposten sein. :-)

Sternschnuppen aktuell

Im Moment ist nun wieder die Zeit der Sternschnuppen, der Meteorstrom der Perseiden kreuzt wie jedes Jahr von Ende Juli bis Mitte August die Erdbahn. Durch den hellen Mond, vor drei Tagen war Vollmomd, ist die Sichtbarkeit allerdings etwas beeinträchtigt.

Ungeachtet dessen habe ich auf dem Dachboden wieder meine Kamera in Stellung gebracht und mit Langzeitaufnahmen beauftragt. Bereits 2012, 2014, 2015 und 2016 hatte ich mit der Sternenhimmel-Fotografie experimentiert und auch ein paar Sternschnuppen erwischt.

Ein paar der Meteore habe ich bereits „geschossen“ und auch live gesehen. In der Nacht vom 12. zum 13. August ist mit einer großen Zahl von Objekten zu rechnen. Die Aufnahmen laufen also noch und ich hoffe auf gutes Wetter mit klarer Sicht. In der Zeit vom 3. bis 10. August waren auch viele Wolken und weniger Sternschnuppen zu sehen:

Ich werde dann hier ggf. weitere Bilder und Videos ergänzen.

Also dann, frohes Sternschnuppengucken! :-)

Ich habe die Aufnahmebedingungen optimiert. In den letzten Tagen kam die Nikon D750 zum Einsatz (vorher D5300). Mit dem selben Objektiv 28/1.8 ergibt sich ein größerer Blickwinkel und damit ein großeres Sichtfeld. Zudem habe ich weniger abgeblendet (2.2, vorher 3.5) was mehr Sterne und Sternschnuppen hervorbringt, denke ich. Die restlichen Einstellungen waren identisch. Mit ISO 200 und einer Belichtungszeit von 13 Sekunden wurde alle 15 Sekunden ein Bild geschossen.

Und es sind ein paar mehr Bilder aufgenommen worden. Damit wurde ein längerer Zeitraum abgedeckt. Mit der D5300 sind im Intervallmodus nur maximal 999 Aufnahmen möglich. Das entspricht bei 960 aufnahmen genau 4 Stunden (von 23:30 bis 03:30 Uhr). Mit der D750 habe ich 1200 Auslösungen eingestellt, womit ich auf 5 Stunden komme (23:00 bis 04:00 Uhr). Bei 25 Bildern/Sekunde ergibt das im Video genau 48 Sekunden.

Das folgende Video zeigt die Nächte vom 12., 13. und 14. August 2017. Es gibt weniger Wolken und mehr Sterne und Sternschnuppen zu sehen. :-)

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Oskar Fischinger – visuelle Musik

Oskar Fischinger Google-Doodle

Oskar Fischinger (Google Doodle)

Ja, heute gibt es schon wieder ein Google Doodle. Es ist dem Filmemacher und Pionier des abstrakten Films, Oskar Fischinger, gewidmet.

Nach einer Lehre als Orgelbauer arbeitete Fischinger als Maschinenbautechniker in Frankfurt am Main. 1922 erlangte er einen Abschluss als Ingenieur.

Unter dem Einfluss von Walther Ruttmanns „Opus I“ wandte Fischinger sich dem abstrakten Film zu. Er entwickelte eine Wachsschneidemaschine, mit deren Hilfe er organisch-fließende Bildsequenzen erstellte. In Werbespots für „Muratti“ (1934/35) sind die Protagonisten zur Ballett-Musik marschierende Zigaretten.

Fischinger war seinerzeit einer der wenigen Filmemacher, die sich schon zu Beginn des Tonfilms in den 1920er Jahren Gedanken machten über die Verbindung von Musik und visuellen Effekten. In Filmen wie ‘‘Studien‘‘ beispielsweise ordnete er in den Eröffnungssequenzen den visuellen Rhythmus dem auditiven unter. Fischingers Arbeiten und die seiner avantgardistischen Kollegen (Walter Ruttmann, Hans Richter, Viking Eggeling u. a.) gelten als Vorläufer des modernen Videoclips. (Quelle: Wikipedia)

Das Doodle ist ein interaktives Musik- und Grafik-Instrument. Aufgebaut ist es nach dem Prinzip der „Notenrolle“ (piano roll). Man kann die Tonhöhe durch anklicken der „Stifte“ festlegen. Es gibt 11 Tonhöhen und 16 Takte. Außerdem gibt es vier Ebenen mit unterschiedlichen Instrumenten und grafischen Elementen.

Ich habe meine diesbezüglichen Versuche in einem kleinen Video festgehalten:

Das Doodle ist das fünfte virtuelles Instrument, das Google auf der Startseite zeigt.

Angefangen hat es 2011 mit der Gitarre zum 96. Geburtstag von Les Paul. Es folgte 2012 das bisher komplexeste spielbare Instrument, ein Mini-Moog-Synthesizer zum 78. Geburstag von Robert Bob Moog. Dann gab es im Jahr 2015 das Doodle zum 360. Geburtstag von Bartolomeo Cristofori, dem Entwickler des Klaviers. Das Kalvier war allerdings nicht spielbar, man konnte nur die Lautstärke verändern. Und letzes Jahr im März konnte man sich an einem Theremin versuchen, das der Virtuosin auf diesem Instrument, Clara Rockmore gewidmet war.

Ein sehr schönes interaktives Musik-Doodle, das aber kein Instrument darstellt, gab es dann im Dezember letzten Jahres zum 245. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Hier hatte man gut zu tun, die durcheinander geratenen Takte der Musikstücke zu ordnen.

Ich habe mal noch eine weitere visuelle Musik-„Komposition“ erstellt. Durch das dynamische Verändern des Grundtons ([⚙ Ändern]: NOTE) klingt es interessanter. Hier mein gespeichertes Piano-Roll. Und hier das Video:

Und heute nun gibt es ein spielbares Gerät für visuelle Musik, das ihr hier ausprobieren könnt:

Weitere Infos zum Oskar Fischinger Doodle:

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Sommeranfang 2017 – Sommersonnenwende

Sommersonnenwende – Sommeranfang 2016

Auch dieses Jahr sieht das Wetter hier, wie im schon im letzten Jahr, aktuell durchaus sommerlich aus. Temperaturen von 21 °C sowie Sonne und ein paar Wolken sind für den heutigen Sommeranfang akzeptabel.

Heute früh, ungefähr dann, wenn bei mir der Wecker klingelt (06:30 Uhr), ist die Sommersonnenwende. Während einer Sonnenwende erreicht die Sonne im Lauf eines Sonnenjahres den größten nördlichen oder südlichen Abstand vom Himmelsäquator.

In diesem Augenblick kehrt die Sonne ihre durch die Schiefe der Ekliptik bewirkte Deklinationsbewegung um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. (Quelle: wikipedia)

Diesmal habe ich keine nächtlichen Bilder vom Nordhimmel bei uns im Hof. Deshalb seht Ihr hier das Bild und das Video vom letzten Jahr. So groß sind die Unterschiede aber nicht. Es sind nur ein nicht ganz so viele Wolken wie am Anfang des Videos am Abendhimmel zu sehen.

Hier nun das das Sommersonnenwende-Video von 2016, aus den Zeitraffer-Einzelbildern erstellt und vertont:

Schwerin liegt zu weit südlich des nördlichen Polarkreises, so daß es hier keine „Weißen Nächte“ gibt. Die „Weißen Nächte“ habe ich im Sommer 1979 als Kind im damaligen Leningrad (heute St. Petersburg) erlebt. Das war schon faszinieren, nachts im Hellen durch die Stadt zu gehen und die hochgeklappten Brücken der Newa zu sehen.

Allerdings wird es zur Zeit nachts auch hier in Schwerin nicht völlig dunkel, am Horizont in Richtung Norden bleibt eine schwach rötliche Dämmerung sichtbar.

Im Video und auf dem Foto oben habe ich das per Bildbearbeitung etwas verstärkt, damit es gut zu sehen ist und hübsch aussieht. Ganz so hell ist es in Wirklichkeit nicht, aber eben auch nicht ganz dunkel.

Ein Google-Doodle zum Sommeranfang gibt es heute auch. Ich habe mal wieder ein kleines Video daraus erstellt:

Das Video zeigt die bereits vom Frühlingsanfang bekannte Google-Maus. Sie sitzt gemütlich in ihrem Bau und liest ein Buch. Plötzlich pickt ein Vogel, der eigentlich einen Wurm haben will, ein Loch in die Decke der Mausewohnung. Das helle Sonnenlicht durchflutet die gute Stube. Und was macht die Maus? Sie setzt sich eine Sonnenbrille auf und liest entspannt weiter.

Da auf der Südhalbkugel der Erde gerade Winter, gibt es in Australien und Neuseeland ein passendes Winter-Doodle (First Day of Winter 2017):

Bei Schnurpsel findet ihr für die jeweiligen Länder wieder die Top-100:

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Der neue 50 Euro Schein ist da

Seit dem 4. April 2017 gibt es neue 50-Euro Scheine. Im Umlauf sind sie kaum zu finden, die Geldautomaten spucken immer noch die alten 50er aus.

Als wir gestern in Lübeck bei Niederegger waren, kamen wir mit der Verkäuferin ins Gepräch. Sie „beschwerte“ sich, daß schon wieder jemand einen kleinen Betrag mit einem Fünfziger bezahlt.

Ich erwähnte dann, daß es ja seit wenigen Tagen einen neuen 50 Euro-Schein gibt, den man aber wohl nicht so schnell in die Finger bekommen würde. Doch sagte sie, sie hätte schon einen in der Kasse und zeigte ihn uns.

Wir haben den dann spontan gegen einen alten getauscht. Sie bringt ihn ja sowieso nach Ladenschluß nur zur Bank, sagte die Verkäuferin, da ist es egal, ob alt oder neu.

Das Gespräch drehte sich dann weiter um die neuen Scheine und die Probleme, die es anfangs z.B. mit dem neuen Fünfer gab. Da waren Bezahlautomaten, sei es nun im Parkhaus oder beim Nahverkehr, nicht rechtzeitig umgestellt worden und habe die neuen Scheine nicht geschluckt.

So, jetzt habe wir also bereits vier der Euro-Schein-Stückelungen im neuen Format:

  • 5 Euro in grau, Architekturstil: Klassik
  • 10 Euro in rot, Romanik
  • 20 Euro in blau, Gotik
  • 50 Euro in orange, Renaissance

Die neuen Euro-Scheine: 5 10 20 50 Euro

Inzwischen habe ich mich an die neue Anmutung der bunten Euro-Scheine gewöhnt, denn den neuen 5er, 10er und 20er gibt es ja schon länger. Als ich den neue 5-Euro-Schein erstmals in den Händen hielt, dachte ich zunächst an Spielgeld. Aber mit der Zeit finde ich sie gar nicht mal schlecht, die gefallen mir jetzt sogar besser, als die alten Scheine.

Und immer ein paar von den neuen Euro-Scheinen in der Brieftasche zu haben, ist auch nicht verkehrt. Ja, ich mag sie. :-)

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Sommerzeit 2017 – heute Nacht werden die Uhren umgestellt

Sommerzeit: Uhr wird von 2 auf 3 Uhr vorgestellt

Morgen ist es dann so weit,
es beginnt die Sommerzeit.

Uhren werden vor gestellt,
kostet immer noch viel Geld.

Morgens wird’s erst später hell,
abends dunkelts nicht so schnell.

Aufstehn fällt mir nicht so leicht,
weil die Helligkeit nicht reicht.

Braucht man später Lampenlicht,
doch mich intressiert das nicht.

Ich geh früher heut ins Bett,
denn im Bett, da ist es nett.

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