Obst ist nicht genug

Die Erfindung des Lochers – ein Meilenstein der Bürotechnik

Erfindung des Lochers

Erfindung des Lochers

Heute vor 131 Jahren, am 14. November 1886, erhielt der deutscher Kaufmann, Unternehmer, Erfinder und Grafiker Friedrich Soennecken vom Kaiserlichen Patentamt das Patent DRP 40065 für den von ihm erfundenen Papierlocher für Sammelmappen, Briefordner u. dergl. Soennecken gilt auch als Erfinder des Aktenordners, den er 1886 als „Briefordner“ auf den Markt brachte. Um Papiere in einem Aktenordner abheften zu können, müssen sie natürlich gelocht werden. Was lag also näher, als ein entsprechendes Gerät zu erfinden und zu vermarkten.

Regal mit Aktenordnern

Heute gehört der Locher zur Grundausstattung eines jeden Büros. Ohne Locher geht gar nichts. Auch wenn seit Jahrzehnten vom „papierlosen Büro“ gefaselt wird, in der Realität ist das noch nicht wirklich angekommen. In praktisch jedem Büro findet man lange Regalreihen oder Schränke voller Aktenordner.

Bei mir nehmen die Ordner nur ca. 2½ Regalbreiten ein, aber auch ich hefte alles Wichtige ordentlich ab. Lochen, abheften, lochen, abfehten, lochen, abheften…

Ohne die Erfindung des Löchers wäre das Büroleben ja richtig langweilig. Das hat sich wohl auch Google gedacht und widmet deshalb der Erfindung des Lochers heute ein Doodle.

Google Doodle

Das Doodle zur „Erfindung des Lochers“ ist in mehreren Ländern zu sehen, unter anderem auch in Deutschland. Es ist hübsch animiert und zeigt die Google-Buchstaben als Locher-Konfetti. Nur das kleine „g“ ist ein noch ungelochtes, blaues Blatt Papier. Aber nicht lange, den der Locher kommt angehüpft und locht ein Gesicht in das kleine „g“, worauf es fröhlich zu tanzen anfängt.

Ich habe mal wieder, Ihr könnt es Euch sicher schon denken, ein kleines Video aus dem Doodle erstellt:

Und hier habe ich wie immer noch ein paar Links zum Thema „Erfindung des Lochers“:

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500 Jahre Reformation – Reformationstag 2017

500. Jahrestag der Reformation

Wittenberg – Reformation: Martin Luthers 95 Thesen

Heute ist Reformationstag und normalerweise ist dieser Tag nur in den Ost-Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) ein gesetzlicher Feiertag. Aber der 31. Oktober 2017 wird im Gedenken an das 500. Jubiläum des Beginns der Reformation einmalig als gesamtdeutscher Feiertag begangen. Er ist dieses Jahr somit ein bundeseinheitlicher Feiertag. Also habe ich heute auch mal frei.

Der Reformationstag wird am 31. Oktober von evangelischen Christen zum Gedenken an den Beginn der Reformation gefeiert. Am 31.10.1517 soll ein gewisser Martin Luther seine 95 Thesen zu kirchlichen Mißständen (päpstliches Streben nach politischer Weltherrschaft, Ablasshandel u.a.) und seinen Forderungen nach einer „Reform der Kirche an Haupt und Gliedern“ an das Portal der Schloßkirche zu Wittenberg angeschlagen haben. Ein weiterer Wegbereiter der Reformation lebte, lehrte und starb in Wittenberg, Philipp Melanchthon.

Als wir im Sommer 2008 zu einem Kurzbesuch in der Lutherstadt Wittenberg weilten, wurde dort bereits kräftig die „Werbetrommel“ für das große 500. Jubiläum der Reformation gerührt. Damals dachte ich so, was soll das denn bitte? Das ist doch erst in 9 Jahren und da machen die jetzt schon so einen Aufstand. Neun Jahre, das ist doch noch eine lange Zeit.

Tja und heute nun sind diese gut 9 Jahre rum und wir feiern 500 Jahre Reformation. :-)

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Sommerzeit 2017 endet – Uhren werden zurückgestellt

Sommerzeit Ende: Uhr wird von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt

Morgen ist es dann soweit,
endete nun die Sommerzeit.

Eine Stunde gibt es mehr,
ist doch wirklich nicht so schwer.

Morgens wird es früher hell,
abends dunkelt es sehr schnell.

Aufstehn fällt mir wieder leicht,
weil die Helligkeit schon reicht.

Doch das wird nicht lange halten,
kommen Tage schnell, die kalten.

Kommt schon bald die Advenszeit
Weihnachten ist nicht mehr weit. :-)

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Freitag, der 13. Oktober 2017 – Freitag der Dreizehnten

Freitag der 13. Oktober 2017

Freitag der Dreizehnten

In jedem Kalenderjahr gibt es mindestens einen und maximal drei Freitage, die auf einen Dreizehnten fallen. Dieses Jahr sind es deren zwei und heute ist es vorbei.

Heute ist also Freitag, der 13. und es ist der zweite in diesem Jahr. Bereits im Januar hatten wir diesen Unglückstag. Moment mal, wieso Unglückstag?

13 als Unglückszahl?

Viele verbinden mit der 13 eher schlechte Dinge. Wenn noch der Freitag dazu kommt und dann vielleicht auch Vollmond ist, ein schwarze Katz vor einem von links nach rechts über den Weg läuft und das Salzfaß umgekippt ist, ja dann muß an diesem Tag ja alles schief gehen.

Wie auch immer, ich habe mit der 13 keine Probleme. Schließlich wohne ich in einem Haus Nr. 13 und auch unser Auto, ja, so ein VW-Diesel-Stinker, hat als einzige Zahl im KFZ-Kennzeichen eine 13. :-)

Der 13. Oktober damals

Ich habe mal wieder in meinen alten Kalendern geblättert und ein paar Einträge zu früheren 13. Oktobern gefunden:

  • 1978 (Fr): Fernsehen „Ein Zimmer mit Ausblick“ (6)
  • 1979 (Sa): Radio-DDR EM-Qualifikation DDR-Schweiz (5:2)
  • 1986 (Mo): Hatte VKU und war in Leipzig
  • 1989 (Fr): SG-Schwarzbier-Fete (bis 2:30 Uhr)
  • 1990 (Sa): Ich war noch krank geschrieben (Windpocken)

Auch heute ist noch nichts Besonderes passiert. Naja, immerhin gibt es ein Gooogle-Doodle für das Ampelmännchen und von mir das passende Video dazu. :-)

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Sturm Xavier besuchte am 5. Oktober 2017 auch Schwerin

Heute am 5. Oktober 2017, gegen 14:40 Uhr ging es los. Plötzlich setzte starker Regen ein und prasselte gegen die Scheiben. Ein heftiger Wind kam auf und pfiff durch die Bäume im Hinterhof. Eine Mülltonne wurde umgeweht, Teile vom Außenputz des Hauses abgetragen. Sturm Xavier war in Schwerin angekommen. Ich habe mal die Kamera ein paar Minuten aus dem Fenster im Hinterhof gehalten. Herausgekommen ist dieses Video:

Der Wetterbericht hatte Sturmböen bis 110 km/h (11 Bft) angekündigt. Ja, der Wind war schon recht kräftig, allerdings werden es hier im Hinterhof keine 110 km/h gewesen sein. Dafür ist das hier zu abgeschirmt und hinterhöfig.

Ich hatte ja schon arge Bedenken, daß vielleicht meine Jogging-Runde witterungsbedingt ausfallen müßte. Schließlich wollte ich laufen und nicht fliegen.

Aber gegen 17 Uhr klarte der Himmel auf und so konnte ich zu meiner Laufrunde bei blauen Himmel und Sonnenschein starten.

Schwerin Hinterhof – Anfang Oktober

Der Wind bließ zwar noch durchaus kräftig, aber keineswegs mehr stürmisch.

Auf der langen Geraden in Richtung Westen war der Gegenwind doch merklich spürbar. Nun könnte man meinen, daß auf der Gegengeraden der Rückenwind entsprechend schiebt. Aber ich habe immer das Gefühl, daß Gegenwind beim Laufen mehr bremst als der Rückenwind mich beschleunigt.

Außerdem ist die Gegengerade keine wirkliche Gerade, sondern sie knickt schnell leicht in Richtung Süden ab und geht dann in einen Bogen über. Da bin ich schon nach kurzer Zeit wieder im Windschatten der Gebäude und der Rückenwind-Effekt ist verpufft.

Naja, ich habe es an den Rundenzeiten gesehen, die waren schlecht wie lange nicht. Aber egal, ich will ja keine Rekorde aufstellen. Ich laufe des Laufens wegen und das geht auch bei schlechtem Wetter und Sturm.

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Tag der Deutschen Einheit – 27. Jahrestag

Wiedervereinigung – 27 Jahre deutsche Einheit

Tag der deutschen Einheit 2017

Heute ist der 27. Tag der Deutschen Einheit, kein „rundes“ Jubiläum also. Vor gut einem viertel Jahrhundert sind die einst getrennten deutschen Staaten (BRD und DDR) zu einer Einheit vereinigt worden.

Nach der Öffnung der Grenze am 9. November hat es nicht einmal ein Jahr gedauert, bis die beiden deutschen Staaten wiedervereint wurden. Zwischendurch gab es noch am 18. März die einzige freie Volkskammerwahl und am 1. Juli die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 wurde auch die staatliche Einheit besiegelt.

Damals war ich in Görlitz

Görlitz Panorama

Die Grenzöffnung am 9. November hatte ich damals zunächst gar nicht mitbekommen. Ich hatte am 1. September mein Studium der Informationsverarbeitung an der Ingenieurschule Görlitz begonnen. Görlitz war einer der Ort in der DDR, der so ziemlich am weitesten von jeglichem westlichen Medieneinfluß entfernt war. Der Empfang von Westfernsehen war dort nicht möglich.

Seminargruppenfahrt nach Dresden

Am 10. November sind wir mit der Seminargruppe nichts ahnend früh mit dem Zug zur Tagesexkursion nach Dresden gefahren. Auf dem Programm stand ein Besuch der 12. Bezirkskunstausstellung und des Museums für Stadtgeschichte Dresden.

Als wir in Dresden vom Hauptbahnhof in Richtung Stadtzentrum gingen, fielen uns vereinzelt längere Menschenschlangen auf. Sollte es etwa Bananen oder Orangen geben?

Mitnichten, wie sich dann herausstellte. Die Leute standen bei den VP-Dienststellen Schlange, um ein Visum für die Ausreise in die BRD zu bekommen. Die Grenze war zwar offen, man benötigte aber anfangs noch den Visum-Stempel im Personalausweis.

Ich hatte damals in Dresden zwar ein paar Fotos gemacht, von den auf ihr Visum wartenden DDR-Bürgern ist leider keins dabei. Was ich aber noch gefunden habe, ist die Eintrittskarte zum Dresdner Stadtmuseum und die Rechnung vom Mittagessen im „Kügelgenhaus„.

Ein Kunstwerk der Kunstausstellung ist mir in Erinnerung geblieben. Es war eine Art Installation mit dem Titel „Strandgut – Strandschlecht“. Das zweiteilige Werk zeigte auf einer Seite natürliches Strandgut wie Muscheln, Seetang, Seesterne und Ähnliches. Die andere Seite bestand aus Müll, was halt die Menschen so am Strand hinterlassen. Ich fand die Idee prima und gut umgesetzt.

Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet dieses Jahr übrigens in Dresden statt, da Sachsen gerade den Vorsitz im Bundesrat hat. Aber das nur nebenbei.

Auf und davon

Am nächsten Tag, einem Samstag, fand der große Mensa-Fasching statt, der dann aber doch nicht ganz so groß ausfiel, wie geplant. Viele Studenten waren für ihren ersten Westbesuch nach Berlin gefahren. Weil nun auch in der Küche ein paar Leute fehlten, hatte ich kurzfristig den Küchendienst übernommen.

Zwei Kommilitonen aus meiner Seminargruppe sind dann gar nicht mehr zurückgekommen sondern gleich im Westen geblieben. Ich war dann erst über die Weihnachtsferien das erste Mal in Westberlin und habe gerde noch die 100 DM Begrüßungsgeld abgefaßt.

Schnell in die Wiedervereinigung

100 DDR-Mark und 100 DM

Dann ging eigentlich alles recht schnell. Nach der ersten und letzten freien Volkskammerwahl im März 1990 folgte am 1. Juli die Währungsunion. Aus den DDR-Alu-Chips wurden harte D-Mark und die Regale im Konsum an der Ecke waren mit Buttermilch von MMMMüller, Bier aus Krombach und Jung-Schwung-Stimmung Yogurette gefüllt.

Am 3. Oktober 1990 schließlich wurd die staatliche Wiedervereinigung vollzogen und mir war so gar nicht zum Feiern zumute. Ich lag mit Windpocken im Bett und fühlte mich richtig elend. Windpocken in dem Alter sind unangenehm, ich war fast drei Wochen krankgeschrieben. Als Kind steckt man so etwas besser weg, nicht umsonst sind das eigentlich Kinderkrankheiten :-)

Das ist nun alles 27 Jahre her, ich kann mich aber noch recht gut daran erinnern.

Mein jährliches Video zum Tag der deutschen Einheit

Seit 2012 gibt es von mir ein Video zum Tag der deutschen Einheit. Es ist praktisch immer dasselbe, nur die Jahreszahl passe ich an:

Die DDR-Fahne ist zwar nicht zu sehen, aber trotzdem wehen zwei Deutschland-Flaggen im Wind.

Zur musikalischen Untermalung so viel: Die beiden Hymnen werden zunächst kurz angespielt und „erklingen“ dann gemeinsam, also gewissermaßen in Einheit vereint. Die Musik entstand aus selbst erstellte MIDI-Dateien, gespielt vom Roland Sound Canvas SC-88VL.

Wer will, kann die MIDI-Dateien frei verwenden. Die MIDI-Dateien enthalten das Initialisieren des GM-Modus (Genaral MIDI), die Auswahl eines Intrumentes und natürlich die Noten selbst. Ich habe einmal eine Klavier-Version (GM:001 – Grand Piano) und eine Streicher-Version (GM:050 – Slow Strings) erstellt.

DDR Nationalhymne „Auferstanden aus Ruinen“
(Hans Eisler/Johannes R. Becher)
Nationalhymne der DDR – Grand Piano
Nationalhymne der DDR – Slow Strings

Deutsche Nationalhymne „Lied der Deutschen“
(Joseph Haydn/Hoffmann von Fallersleben)
Nationalhymne der BRD – Grand Piano
Nationalhymne der BRD – Slow Strings

Wem die Musik so nicht gefällt, kann sie natürlich auch als Basis für eigene Bearbeitungen verwenden. Für meine Zwecke waren sie ideal geeignet.

Google Doodle zum Tag der Deutschen Einheit

Nicht überraschen gibt es auch ein Google-Doodle zum Tag der Deutschen Einheit. Dieses Jahr habe ich alle bisherigen Doodles zum Tag der deutschen Einheit/Wiedervereinigung in einem Video wiedervereint, also zusammengeführt zu einer deutschen Einheit :-)

Bereits 2002 und 2003 gab es ein Doodle zum Tag der deutschen Einheit, dann erst wieder ab 2006 und seitdem jedes Jahr. Wir haben also dieses Jahr den 11. Jahrestag der kontinuierlichen Tag der deutschen Einheit-Doodle.

Hier noch der Link zur Doodle-Top-100 und meiner Bildersammlung.

Gute Nacht!

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