Obst ist nicht genug

Herbst ist Pilzzeit – der Fliegenpilz

Der Fliegenpilz

Der Wechsel zwischen herbstlichem Regenwetter und spätsommerlichem Sonnenschein der letzten Tage hat die Pilze in Parks und Wäldern ordentlich sprießen lassen. Besonders auffällig sind wegen der kräftigen, roten Farbe die Fliegenpilze (Fliegentod, Narrenschwamm, Amanita muscaria).

Der Lammelenpilz hat mit seinem roten Hut und den weißen Tupfen ein nahezu unverwechselbares Aussehen. Damit gehört der Fliegenpilz zu den bekanntesten einheimischen Pilzen.

Der giftige Pilz enthält Ibotensäure, die beim Kochen oder Kauen durch Decarboxylierung zu Muscimol zerfällt. Die Symptome einer Fliegenpilzvergiftung können je nach körperlicher Konstitution sehr unterschiedlich ausfallen, betreffen aber immer das Zentralnervensystem. Es kommt zu dem Alkoholrausch ähnlichen Zuständen, die nach einer Latenzzeit von ein bis drei Stunden auftreten.

Der Fliegenpilz zählt zwar zu den Giftpilz, er ist im Unterschied z.B. zum grünen Knollenblätterpilz für Menschen im allgemeinen nicht tödlich giftig, für Fliegen aber schon. Wenn Fliegen die Feuchtigkeit vom Pilzhut aufsaugen, nehmen sie die sehr giftige Ibotensäure auf und sterben daran. Daher kommt auch der Name Fliegenpilz bzw. Fliegentod.

Fliegenpilze im Park

Fliegenpilze im Herbst

Drei Fliegenpilze im Herbst

Für die Fotos der Pilze mußte ich gar nicht weit laufen. Diese schönen Fliegenpilze habe ich hier unweit von uns im Bellevuepark fotografiert. Sie standen dort fast direkt am Wegesrand und leuchteten mich freundlich rot an. Da konnte ich nicht widerstehen. :-)

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Essen unterwegs: Waldpilze, Champignon-Pizza und Broccoli-Nudel-Auflauf

Da wir die letzten Wochenende unterwegs waren, mußten wir oft „auswärts“ essen.

Das erste Bild zeigt die „Waldpilze in Rahmsoße auf Hausmacherrösti mit Bergkäse und Salatgarnitur“, gegessen in der „Burgschänke Veste Coburg„. In Coburg tobte gerade das Samba-Festival und so gab es dann auch in der Burgschänke Livemusik. Allerdings erst, als wir schon mit dem Essen fertig waren.

Die Champignon-Pizza mit Zwiebeln gab es am letzten Wochenende in Hildesheim im „Amadeus Café & Restaurant„. Also eigentlich ist die ohne Zwiebeln. Ich habe dann die Zwiebeln extra dazubestellt. Ich hätte auch gern noch Knoblauch dazu gehabt, das ging aber nicht. War wohl im Bestell-Gerät nicht vorgesehen. Egal, die Pizza war trotzdem sehr lecker und eigentlich zu groß. Das nächste Mal nehme ich dann die kleine.

Am Sonntag waren wir in Uelzen beim Hundertwasser-Bahnhof und anschließend zum Essen im „Einstein Bistro & Restaurant„. Dort hatte ich einen Broccoli-Nudel-Auflauf mit Kräuter-Sahnesauce und Käse überbacken. Ja, das hat auch sehr gut geschmeckt.

So auswärts essen ist mal ganz nett, weil man sich um nichts kümmern muß. Man setzt sich an den Tisch, bestellt, ißt, bezahlt und das wars. :-)

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Pilze im Hinterhof

Bei uns im Hinterhof wachsen ein paar Pilze auf der Wiese in der Nähe einer Birke. Die Frage war nun, was sind das für Pilze?

Der Pilz ist relativ flach, der Hut ist grau-braun mit eine leichten Eindellung und weit nach unten umgekrempelt. Der Stiel ist kurz und fest. Der Pilz aus dem Hinterhof hat an der Unterseite gelbliche, gekräuselte Lamellen.

Der alte „Naturführer“ brachte uns nicht weiter, aber zum Glück gibt es ja des Internett.

Es handelt sich um den „Kahlen Krempling„, der giftig ist!

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Semmelknödel mit Pilzsauce gefüllt und Lauchcreme

Gestern zum Geburtstag meiner großen Schwester waren wir in Berlin. Es gab Semmelknödel mit Pilzsauce gefüllt und Lauchcreme. Sie hatte sich dieses Gericht aus dem ARD Buffet zum Mittagessen gewünscht. Also haben wir das gekocht.

Bei Semmelknödeln dachte ich zunächst an die bei uns zum Standardessen gehörenden Böhmischen Semmelknödel. Und auch die Lauchcreme kommt bei uns zusammen mit Knödeln öfter auf den Tisch.

Allerdings sind in diesem Fall die Semmelknödel gemeint, die es besonders in Süddeutschland und Österreich gibt. Diese bestehen hautptsächlich aus in Milch eingeweichten, altbackenen Brötchen.

Es war also mal etwas ganz neues und wir haben alles streng nach Rezept gekocht. Die Zubereitung war nicht ganz einfach, wir haben gut zwei Stunden dafür gebraucht. Die Pilzsauce (Rahmchampignons) ist in den Knödeln drin. Dazu sollte die Pilzmasse tiefgefroren werden. Auch die mangelnde Erfahrung mit dem Semmelknödelteig aus Brötchen trug nicht unbedingt zu einem reibungslosen und zügigen Kochablauf bei.

Ich denke, die Knödel mit der Pilzsoße und auch der Lauchrahm sind aber letztendlich ganz gut gelungen. Zumindest hat es allen geschmeckt.

Nachmittags gab es dann noch Kaffee und sehr leckeren Kuchen, von meiner Schwester selbst gebacken. Von Schokospitzen, Sacher-Sahne-Schnitten, Baumkuchen und Nougat-Tatzen habe ich aber leider keine Fotos. Das hat alles auch sehr gut geschmeckt und entsprechend vollgefuttert ging es dann am frühen Abend zurück nach Schwerin. :-)
Semmelknödel mit Pilzsauce gefüllt und Lauchcreme

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Der alte Förster und sein RevierPhone

Revierphone-WaldIn einem großen, dunklen Wald lebte einst ein Revierförster mit seiner Frau. Jeden Morgen um Vier ging Revierförster Horst in den Wald, um sich mit der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung des Waldes unter Berücksichtigung seiner ökologischen und sozialen Funktionen zu befassen.

Er streifte durch den Wald, sah nach dem Rechten, kümmerte sich um die Bäume, Pflanzen und Tiere, so daß es ihnen gut ging und war immer gut gelaunt.

Am Abend, wenn er nach Hause ging, brachte er seiner Frau Frauke Pilze, Beeren oder Kräuter mit, genau wie sie es ihm am Morgen aufgetragen hatte.

Revierphone-PilzeEines Tages, es war kurz vor Feierabend, stand Förster Horst einsam im Wald und begann zu grübeln. Was hatte ihm seine Frauke gesagt, solle er aus dem Walde mitbringen? Waren es Pilze oder Beeren oder doch Kräuter? So sehr er sich auch anstrengte, er konnte sich nicht erinnern. Der alte Förster stand da und wußte weder ein noch aus.

Wenn ich jetzt ein mobiles Telefon hätte, schoß es ihm durch den Kopf, könnte ich rasch zu Hause anrufen und fragen, ob ich Pilze, Kräuter oder Beeren mitbringen soll. Sein Entschluß war gefaßt, er mußte unbedingt auch so ein Handy haben. Schnell sammelte er ein paar Beeren, Pilze und Kräuter in sein Körbchen und eilte nach Hause.

Im Forsthaus angekommen, stellte er seine gesammelten Werke in der Küche ab, schnappte sich seinen Drahtesel und fuhr schnurstracks in die große Stadt.

Das RevierPhoneDer Weg führte ihn zunächst in den „PutzSelGo-Shop“. Sein Mobilephone sollte robust, waldtauglich und einfach zu bedienen sein, das war klar. Aber alle Modelle, die ihm der Verkäufer zeigte, entsprachen nicht seinen Vorstellungen. Sie waren entweder zu filigran, walduntauglich, zu kompliziert in der Bedienung oder alles zusammen.

Selbst im neuen Herbst/Winter-Katalog war kein passendes Gerät zu finden. Traurig trottet Horst aus dem Laden.

Da er nun schon mal in der Stadt war, konnte er wenigstens noch bei „Waldis Waldforst-Fachhandel“ ein neues Forstfach kaufen (das alte war schon sehr löchrig). Als er gerade ein Fach in der passenden Größe aus dem Regal nehmen wollte, sah er es auf dem Ladentisch liegen, das RevierPhone.

Fasziniert starrte Revierförster Horst auf das Gerät, genau so hatte er sich sein Für-unterwegs-im-Revier-Telefon vorgestellt. Das RevierPhone hatte alles, was er haben wollte. Es war robust, waldtauglich und einfach zu bedienen. Er bezahlte das Forstfach und das RevierPhone, schwang sich auf den Drahtesel und radelte nach Hause.

Spät abends kam Horst erschöpft, aber glücklich im Forsthaus an. Frau Frauke war bereits schlafen gegangen und so zeigte er ihr das neue RevierPhone am nächsten Morgen.

Revierphone-WegNach einigen Tagen stand Förster Horst wieder einmal ratlos im Wald und wußte nicht mehr, ob er Beeren, Pilze oder Kräuter mitbringen sollte. Aber er hatte ja sein RevierPhone dabei. Immer öfter vergaß er, was er mitbringen sollte und immer öfter telefonierte er mit dem RevierPhone nach Hause.

Das machte ihm so viel Spaß und er war so glücklich, daß er eines Tages dem alten RevierForst-Weg den Namen RevierPhone-Weg gab. Die Namensgebung wurde mit großer Pracht gefeiert und wenn er nicht gestorben ist, dann telefoniert er noch heute.

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