Obst ist nicht genug

Contentbär gegen Linkbulle

Bär und Bulle

Bulle und Bär

Bär und Bulle

Im Börsensprech stehen Bär und Bulle für jeweils gegensätzliche Marktsituationen. Der Bärenmarkt (Baisse) ist die Zeit fallender Kurse, der Bullenmarkt (Hausse) die Zeit der steigende Kurse.

Anfang der 2000er Jahre hatte ich mich vom Börsenfieber mitreißen lassen. Der „Neue Markt“ boomte, meine Kollegen diskutierten in der Mittagspause über Börsenkurse, Marktchancen und Optionsscheine. Da wollte ich auch mitreden können.

Dann kam der Börsengang von T-Online und für Kunde dieses Onlinediensteanbieters gab es eine Zuteilung von 35 Aktien, so man wollte.
Ja, ich wollte und eröffnete ein Depot bei der „Direkt Anlage Bank“ (DAB). Die ersten Aktien waren dann die 35 frisch gezeichneten T-Online-Papiere zu 27 Euro pro Stück.

T-Online Aktien Zeichung 35 Stk

T-Online Aktien Zeichung 35 Stk

Später kamen weitere Wertpapiere hinzu, so von „Advanced Medien AG“, „Brokat Technologies AG“, „mb Software AG“ und dann auch von der „DAB“ selbst.

Mit der Zeit verloren die Wertpapiere zusehens an Wert. Ich hatte die Hörner des Bullen verpaßt und war auf dem Höhepunkt eingestiegen, keine gute Idee. Ab Mitte 2000 zeigt der Bär sein Zähne und es ging mit dem Neuen Markt und meinen Aktien stetig bergab. Nach vier Jahre hab ich dann die Reißleine gezogen, alle Aktien mit teils erheblichen Verlusten verkauft und das Depot geschlossen.

Ich habe halt von Aktien keine Ahnung, kein Gespür für die Kursentwicklungen und auch nicht soooo viel Geld im Hintergrund, daß ich größere Verluste einfach so wegstecken könnte.

Also wandte ich mich den spannenden Weiten des Internets und hier besonders den Bildern zu. :-)

Contentbär gegen Linkbulle

Contentbär und Linkbulle

Contentbär und Linkbulle

Gestern habe ich bei Facebook etwas vom Contentbär gelesen und mußte irgendwie gleich an Bär und Bulle denken. Die Geister und Gelehrten streiten schon lange darüber, was denn für den Erfolg einer Website bei den Suchmaschinen wichtiger ist, Inhalte (Content) oder Referenzen (Links). Oder vielleicht beides?

Da ist der Contentbär natürlich eine Steilvorlage, wenn man es auf den börslichen Sprachbegrauch umdeutet. Mit Content geht die Seite unter, mit Links erreicht sie neue, ungeahnte Höhen. Der Kampf zwischen Contentbär und Linkbulle ist entfacht und dem Namen nach müßten die Links gewinnen. :-)

(Cimtamtpör)

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Spam per Post

InfopostDie InfoPost kommt hier ja eher selten an. Ab und zu wirbt Kabel Deutschland („An die Bewohner des Hauses…“) für Internet und Telefon per Kabelanschluß und auch die Post selbst schickt mir („An die Poststelle…“) hin und wieder mal so einen InfoPost-Brief. Alles aber harmlose und zumindest seriöse Sachen. Kürzlich gab es dann die erste Spam-Post, die ich als eher grenzwertig einstufen würde und heute kam dann das hier.

Spam für Aktien

Globale H1N1-Epedemie tötet Tausende weltweit

Ja, hier handelt es sich um eine globale Krise des Gesundheitssektors, aber gerade in solchen Zeiten können kluge Anleger enorme Gewinne erzielen.

Menschliche Grippevirenimpfstoffe – Riesiges, pandemisches Potenzial – Auf der Überholspur zum Schweinegrippeimpfstoff

Auf insgesamt 12 Seiten soll mir nun nahegebracht werden, warum ich in die Aktien genau eines Biotech-Unternehmens investieren soll. Und immer wieder ist ein Textkasten mit den Daten zu sehen:

WKN: ΑΟQΙ7Η
Empfehlung: Aggresiver Kauf
Kurzfristiges Kursziel: 350-450% Gewinn
Langfristiges Kursziel: 1000%+ Gewinn

Gut, manchmal bekomme ich Spam-E-Mails mit tollen „Aktien-Tips„, aber das kostet den Versender ja praktisch nichts. Hier hat nun jemand aber richiges Geld ausgegeben, um die Aktien zu pushen.

Letztendlich muß ja jeder selber wissen, wofür er sein Geld ausgibt und vielleicht springen ja genug Leute darauf an. Dann steigen die Aktien wirklich und die Investition hat sich für den Top-Analysten und Investment-Berater gelohnt.

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Automatische Börsenprogramme – UAL stürzt ab

Am Montag war der Börsenkurs der United-Airlines (UAL) dramatisch eingebrochen. Nun ist bekannt geworden, wie es dazu kam. Eine alte Meldung über die United-Airlines-Insolvenz im Jahr 2002 hat es durch Verquickung diverser Umstände irgendwie in die aktuellen News geschafft, genaueres ist bei Heise unter „Computerprogramme sollen UAL-Kurssturz ausgelöst haben“ nachzulesen.

Das wäre ja noch nicht mal so schlimm, wer an der Börse handelt, sollte die Meldung in jedem Fall verifizieren und nicht sofort reflexartig mit panischen Notverkäufen reagieren. Ein automatisches Börsenprogramm kann aber so eine Meldung nicht wirklich abwägen und arbeitet stur nach seinen Vorgaben. Dem Vernehmen nach hat genau solch eine Softare, welche automatisch Meldungen und Zahlen auswertet und Transaktionen veranlaßt, nicht unerheblich zum Kursverlust von UAL beigetragen.

Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten im Börsenhandel, man muß es halt nur irgendwie schaffen, entsprechende News-Meldungen an den richtigen Stellen zu platzieren und schon kann man Aktien in den gewünschten Kursverlauf steuern.

Im letzten Satz der Heise-Meldung ist zu lesen:

„Dieser sogenannte automatisierte Handel nimmt weltweit zu: In der letzten Augustwoche sei derartige Software für ein Viertel aller Umsätze an der New Yorker Börse verantwortlich gewesen.“

Irgendwie mußte ich sofort an den Film „War-Games“ denken. Wenn der Computer sagt, die Russen greifen an, dann stimmt das auch und wir müssen zum Gegenschlag ansetzen.

Blindes Vertrauen in die Technik kann schnell nach hinten losgehen und es würde mich nicht wundern, wenn man in nächster Zeit häufiger Meldungen über unerwartete Kurseinbrüche liest.

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