Obst ist nicht genug

Programmiersprachen für Kinder – 50 Jahre „Kids Coding“

Programmierung und Programmiersprachen

Als Informatiker habe ich natürlich auch mit Programmierung und Programmiersprachen zu tun, sie sind ein Handwerkszeug in meinem Beruf.

Angefangen mit dem Programmieren hatte ich mit BASIC auf einem Heimcomputer, später kam dann Assembler für verschiedene Maschinen (Z80, ESER, x86), C/C++ und Pascal dazu. Im Studium gab es dann noch eine Einführung in Prolog und COBOL. Seit einigen Jahren zähle ich auch noch JAVA, JavaScript und PHP zu meinen Programmiersprachen.

Seit 50 Jahren gibt es aber auch Programmiersprachen für Kinder.

Logo ist eine erziehungsorientierte funktionale Programmiersprache, die 1967 von Daniel G. Bobrow, Wally Feurzeig, Seymour Papert und Cynthia Solomon entworfen wurde. Die leicht zu erlernende Interpretersprache hatte in den 1980er Jahren, zur Zeit der Heimcomputer, ihre größte Verbreitung.

Für die damalige Zeit hatte Logo eine sehr hohe Leistungsfähigkeit dank der dynamischen Listen aus Lisp, frei definierbarer und rekursiv aufrufbarer Funktionen und einiger anderer Elemente. Trotzdem konnte die Programmiersprache sich nicht gegenüber anderen „Anfängerprogrammiersprachen“ wie z. B. BASIC durchsetzen, was auch daran lag, dass sie kindgerecht entwickelt und daher von vielen unterschätzt wurde.

Die bekannteste Besonderheit von Logo ist Turtle-Grafik, bei der sich eine oder mehrere virtuelle Schildkröten über den Bildschirm bewegen lassen, die bei Bedarf eine farbige Linie hinter sich herziehen. Auf diese Art kann dann eine Zeichnung erstellt werden. (aus Wikipedia)

Programmiersprachen für Kinder – 50 Jahre „Kids Coding“

Heute gibt es ein interaktives Google-Doodle, bei dem man selber einen Hasen „programmieren“ muß, damit er die leckeren Möhren einsammelt und auffuttert.

Es stehen die drei einfachen Programm-Befehle Gehen/Schritt (grün), Drehen – 90° nach rechts oder links (blau) und Schleifen (orange) zur Verfügung.

Programmiersprachen für Kinder (Google-Doodle)

Programmiersprachen für Kinder (Google-Doodle)

Es gibt sechs Aufgaben zu Lösen. Bei Aufgabe 3 (oben im Screenshot) kommen bereits alle Elemente zum Einsatz. Die Lösungen der ersten drei Aufgaben sind trivial und dienen eher dazu, sich mit der Funktionsweise vertraut zu machen.

Die anderen drei Aufgaben sind schon etwas komplexer. Dazu muß man auch wissen, das Schleifen verschachtelt werden können. Das war mir Anfangs nicht so klar. Aber wenn man weiß, wie es geht, sind die kürzesten Lösungen gar nicht so schwer. :-)

Und natürlich habe ich meine Programmierversuche wieder in einem Doodle-Video festgehalten:

Viel Spaß!

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Was verbindet Ada Lovelace und Blaise Pascal?

Mathematiker(in)

Die britische Mathematikerin Ada Lovelace und der französische Mathematiker und Physiker Blaise Pascal sind beide bekannte Wissenschaftler und Personen der Zeitgeschichte. Aber sie haben eine weitere Gemeinsamkeit. Beide sind Namensgeber für Programmiersprachen.

Bei Ada Lovelace ist es der Vorname, welchem die Programmiersprache Ada ihren Namen verdankt. Die Programmiersprache Pascal hingegen trägt den Nachnamen des großen Franzosen.

Als Informatiker habe ich natürlich auch mit Programmierung und Programmiersprachen zu tun, sie sind ein Handwerkszeug in meinem Beruf.

Angefangen mit dem Programmieren hatte ich mit BASIC auf einem Heimcomputer, später kam dann Assembler für verschiedene Maschinen (Z80, ESER, x86), C/C++ und Pascal dazu. Im Studium gab es dann noch eine Einführung in Prolog und COBOL. Seit einigen Jahren zähle ich auch noch JAVA, JavaScript und PHP zu meinen Programmiersprachen. Ada stand allerdings nie auf meinem „Speisezettel“ und so kann ich auch nichts weiter zu Ada sagen.

Google Doodle für Ada Lovelace

Wieso bin ich nun ausgerechnet heute auf meine Programmiersprachen gekommen? Auf der Google-Startseite gibt es heute ein Doodle für Ada Lovelace. So sehen die Doodles in einigen Ländern aus:

Ich verwende für die Doodle-Screenshots meist die mobile Version. Zum einen finde ich meine Bilder in der Bildersuche schneller wieder, zum anderen führt ein Finger-Klick auf das Doodle nicht direkt zu den Suchergebnissen, sondern zu einer vergrößerten Darstellung des Doodle-Bildes und dem im Eingabefeld eingetragenen Suchtext. Außerdem nehme ich auch ab und zu mal die Google-Seiten aus anderen Ländern. Da kann ich dann zwar den Suchtext meist nicht lesen, aber es sieht interessant aus. :-)

Ada Lovelaces bei google.de (.at, .ch)

Ada Lovelaces - Google Doodle

Eigentlich heißt die Frau Ada Lovelace, bei den deutschsprachigen Google-Startseiten (de,at,ch) wird jedoch auf Ada Lovelaces verlinkt. Woher das kommt, ist klar. Der englische Beschreibungtext zum Doodle lautet:

„Ada Lovelace’s 197th Birthday“

Das 197th Birthday fällt weg und beim Namen nehmen wir einfach den Apostroph weg, dann wird es schon passen. So ähnlich wird das wohl bei der Eindeutschung gelaufen sein.

Es ist nicht die erste Panne bei der Doodle-Lokalisierung. Langsam könnte man den Eindruck gewinnen, es steckt Absicht dahinter. ;-)

Nachtrag: Seit ca. 11 Uhr verlinkt das Doodle auch in DACH korrekt auf Ada Lovelace ohne e am Ende.

Ada Lovelace bei google.ru

Doodle for Google - Rußland

Fehlanzeige mit Ada Lovelace bei google.ru. In Rußland ist heute das Doodle vom Gewinner des „Doodle for Google“-Wettbewerbs zu sehen. Sieht schön russisch aus mit Samowar, Matrjoschka, Bär mit Honigtopf auf Birkenrinde, finde ich.

Da geht heute allerdings Ада Лавлейс an Rußland vorbei. Schade, denn Google hätte vielleicht nicht unbedingt einen Tag mit einem weltweiten Doodle für das Gewinner-Doodle nehmen müssen.

Ada Lovelace bei google.co.il

Ada Lovelace - Google Doodle (Israel)

Aus aktuellem Anlaß habe ich diesmal das Doodle aus Israel dazu genommen. Hier ist es nun genau so, wie oben schon erwähnt. Ich kann zwar die hebräische Schrift nicht lesen, aber es sieht irgendwie interessant und exotisch aus, finde ich. :-)

Was zeigt das Ada Lovelace Doodle?

Ada Lovelaces - Google Doodle

Ganz links ist Ada Lovelace zu sehen, die wohl gerade ein sehr langes Programm schreibt. Das lange Programm-Listing verschlingt sich zum Google-Schriftzug.

Mich erinnert diese lange Papierrolle eher an Lochstreifen, die lange Zeit ein wichtiges Speichermedium für Computer und andere Geräte waren.
Zum Anfang meines Studiums wurde das „Betriebssystem“ für einige unsere U880/Z80-Laborrechner noch vom Lochstreifen eingelesen. Erst dann konnte man mit der Anwendungsprogrammierung direkt am Gerät beginnen.

Rechts neben Ada Lovelace sind Bilder aus der Geschichte der Rechentechnik zu sehen. Los geht es links mit einer Hollerithmaschine, einem mit Lochkarten funktionierenden Speicher und Auswertesystem. Rechts daneben ist eine Schalt-/Anzeigetafel des Röhrenrechners ENIAC abgebildet. Es folgt ein Heimcomputer mit Fernseher und ganz rechts ein Notebook und ein Pad-Computer.

Da ich diesmal kein eigenes Video erstellt habe, zeige ich hier die wie ich finde, sehr gelungene Animation von Martin Mißfeldt:

Das schreiben die anderen Doodle-Blogger:

Weitere Artikel mit Bezug zu diesem:
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Karfiol ist Blumenkohl

Ich lerne selbst in meinem Alter doch immer noch dazu. :-)

So hat Monika, bekannt als Mitglied des WPD-Teams und durch ihre Seite Webdesign-In, mir bei Google+ gesteckt, daß man in Österreich den Blumenkohl Karfiol nennt und sie deshalb mein schönes Blumenkohlbild wohl nie gefunden hätte.

Das kann natürlich nicht so bleiben und so habe ich mich entschlossen, auch die Bildersuche in Österreich mit meinen Karfiol-Bildern sprachgerecht zu bedienen.

Karfiol in Zahlen

Der in Süddeutschland und Österreich anzutreffende Begriff Karfiol ist wohl italienischen Ursprungs. Dort heißt Karfiol cavolfiore.

Nun hat mich natürlich interessiert, wie häufig nach welchen Begriffen bei Google gesucht wird und so habe ich Google-Trends für die Bildersuche befragt:

Nach Karfiol wird etwas weniger als nach Blumenkohl gesucht. Interessant ist auch die Verteilung des Suchvolumens nach Ländern. Bei Karfiol steht da mit 100% Ungarn an erster Stelle und Österreich hat nur 61%. In Ungarn heißt der Blumenkohl also ebenso wie in Österreich Karfiol und auch in der Slowakei.

Nicht ganz so offensichtlich, aber trotzdem das gleiche Wort, ist das für die kyrillische Schreibweise карфиол (Karfiol) in Bulgarien, Mazedonien und Serbien.

Die Erntemenge an Blumenkohl betrug 2011 in Deutschland 119 Tausend Tonnen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Erntemenge an Karfiol betrug 2011 in Osterreich ca. 5 Tausend Tonnen (Quelle: Landwirtschaftskammer Österreich).

Lecker Karfiol

Genug der Zahlen, Karfiol ist ein beliebtes und leckers Gemüse. Aus meiner Kindheit kenne ich besonders panierten Karfiol. Der Karfiol wird gekocht (nicht zu weich), anschließend paniert und in Butter gebraten. Dazu gab es Kartoffeln und aus dem Kochwasser wurde meist noch eine leckere Karfiolsuppe zubereitet.

Die grünen Blätter muß man übrigens vor der Verarbeitung entfernen. Hier habe ich das in einer Mini-Animation festgehalten:

Karfiol-Blätter in Bewegung

Gut, enfernt werden die Blätter da nicht, ich habe sie nur etwas auseinander gedrückt.

Wie auch immer, ob Karfiol oder Blumenkohl, das ist mir egal. Gut schmecken tut es auf jeden Fall.

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Elektronischer Sprücheklopfer – mein Versuch

Vor einigen Jahren hatte ich mich mal etwas intensiver mit Mikrocontrollern beschäftigt. Ich war auch im Mikrocontroller-Forum aktiv und habe die eine oder andere Schaltung umgesetzt und programmiert. Ein Projekt war „Transcript„, bei dem ich so ein bißchen die Anschubinitiative übernommen hatte. Die Bauteile und Schaltungen liegen hier zu Teil noch rum, mein erster Versuchsaufbau auf einem Steckbrett allerdings nicht mehr.

Ich habe aber diese erste Version in einem Video festgehalten:

Die Textausgabe ist noch nicht besonders schön, die Umlaute fehlen, aber man kann die Sprüche trotzdem ganz gut mitlesen, finde ich. Das war gewissermaßen der erste, funktionsfähige Prototyp.

Für die technisch interessierten, diese Teile wurden auf dem Steckbrett verbaut:

  • Atmel ATTINY12 Mikrocontroller
  • EEPROM Atmel AT24C256 (für die Sprüche)
  • LCD EA T123A-I2C (drei Zeilen mit je 12 Zeichen)
  • Kleinteile

Der Sound im Video kommt mal wieder aus meinem Roland XV-5050 vom Zusatzboard SRX-09 „World Collection“ – Patch 395 „Tequilla Worm“.

Und, wer hat bis zum Ende durchgehalten und kann mir sagen, wie der 17. Spruch lautet? :-)

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Tautologie

Es schmilzt der Schnee,
das Eis zerfließt, es taut.
Es wärmt die warme Sonne,
mit Wonne Pflanz und Kraut.

Die Vögel zwitschernd singen,
den ganzen, vollen Tag.
Ein schwarzer Rappe trabt vorbei,
und ich mich langsam frag:

Ist es nicht tau-to-logisch,
wenn Eis zerschmilzt und Schnee,
dann wird es langsam Frühling,
dann gibt es auch bald Klee?

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