Schwerin-Schwerin, das Ende

Das Ende von Schwerin-Schwerin
Nun ist es also soweit, Schwerin-Schwerin schließt seine Pforten. Schade, denn über die Jahre habe ich dort viel interessantes, spannendes, lustiges, kurzweiliges, unterhaltsames, überraschendes, neues, manchmal unverständliches, doch immer ehrliches gelesen. Das wird mir fehlen, besonders auch Martins Zeichnungen (ich bin immer noch der festen Meinung, daß die vom Betrachter aus rechts sitzende Basis-Person eine Frau ist :-), die Podcasts aus dem Kuchenstudio und natürlich die Kommentare der Leser.

Derzeit wird von Schwerin-Schwerin auf das Schweriner Metablog BlogBlock blogblock.de (ohne www.!) als Anlaufstelle für Informationen aus Schwerin verwiesen, was natürlich bei weitem kein Ersatz für das Schwerin-Schwerin-Blog sein kann. Es hängt natürlich auch davon ab, wie aktiv die teilnehmenden Blogs sind. Und vielleicht kommen ja auch noch ein paar weitere Schweriner Blogs dazu.

Als kleine Aufmunterung gibt es jetzt bei BlogBlock endlich einen RSS-Feed blogblock.de/feed/ für die Artikel, gewissermaßen ein MetaFeed, wie er ja hier schon gewünscht wurde. Allerdings findet man dort nur die Anrißtexte, genau wie auf der Seite selbst. Aber um zu wissen, was los ist, reicht das ja.

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Kreuzspinne und Kreuzschnabel

Kreuzspinne im Netz„Kreuzspinne und Kreuzschnabel“ ruft Herr Fuchs im Märchenwald gerne mal, wenn ihm etwas nicht so recht gefällt oder wenn er überrascht ist.

Heute morgen, ich war grad auf dem Weg um Brötchen zu holen, bin ich noch kurz auf den Hof gegangen, um die Bio-Abfälle in die braune Tonne zu entsorgen. Direkt vor der Hoftür sah ich einen dünnen, weißen Faden, für einen Spinnenfaden eigentlich zu hell und zu dick. Aber da es noch früh am Morgen war und die letzten Nebelschwaden im Hof waberten, war der sonst kaum sichtbare Spinnenfaden mit feinsten Wassertröpfchen besetzt, wie Perlen auf einer Schnur. Der Faden endete auf einer Seite direkt in den Rosensträuchern am Haus und hier war auch die Spinne auf einem ebenso eindrucksvollen Netz zu sehen.

KreuzspinneIch brauchte nicht lange zu raten, um was für eine Spinne es sich handelt (eine Rundspinne oder Streifenspinne ist es nicht), das charakteristische Kreuz auf dem Rücken deutet auf eine Kreuzspinne hin. Kreuzspinnen (Araneus) sind eine weit verbreitete Art der echten Radnetzspinnen (Araneidae), hier in Europe gehört die Kreuzspinne zu den größten Spinnenarten. Die Weibchen haben eine Körperlänge von bis zu 17 mm, die Männchen bis 11 mm. Der Biß der Kreuzspinne ist zwar für die gefangenen Insekten tödlich, für Menschen aber ungefährlich.

Kreuzspinne im Netz hintenBei der ganze Rumfotografiererei ist mir wieder aufgefallen, das eine sogenannte Bridge-Kamera, wie meine Fujifilm FinePix S9600, nur ein schlechter Kompromiß ist. Mit Autofokus ging schon mal gar nichts, der manuelle Fokus ist mit einem nicht besonders feinen Display auch recht fummelig, da hilft auch die virtuelle Sucherlupe nicht weiter. Zudem wirkt der Fokusring nicht direkt, sondern elektronisch auf einen Schrittmotor, so fühlt es sich zumindest an. Außerdem ist der Apparat nicht besonders lichtstark, die 1/30 bis 1/50 Belichtungszeit habe ich nicht immer ruhig gehalten bekommen.
Es war noch kühl und ich hatte keine Jacke an, zudem saß mir die Zeit im Nacken, schließlich wartete die Familie auf die Frühstücksbrötchen und überhaupt…

Einzig die Spinne war gut drauf, gelassen hat sie meine Fotoversuche über sich ergehen lassen, ohne sich auch nur einmal im unpassenden Moment zu bewegen. Halt ein Profi-Model :-)

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Obstwochen, heute: Pflaumen (Zwetschgen)

PflaumenDas entsprechend der Anbaumenge drittwichtigste Obst nach Äpfeln und Erdbeeren sind in Deutschland die Pflaumen und Zwetschen (Zwetschgen). So betrug 2007 die Erntemenge gute 65 Tausend Tonnen.

Die Pflaumen gehören wie viele Steinobstarten zu den Rosengewächsen. Die Frucht ist länglich-oval bis rund, meist blau, schwarzblau oder violett und mehr oder weniger bereift. Der weiße Reif ist eine Schutzschicht gegen das Austrocknen. Das Fruchtfleisch selbst ist hell-gelb, gelb bis grüngelb, sehr saftig, süß bis säuerlich und aromatisch.

Pflaumen offenDie Zwetschgen zeigen ein sehr gutes Kernlöseverhalten, bei Pflaumen ist es hingegen weniger gut ausgeprägt. Pflaumen werden wie z.B. Kirschen, Pfirsiche und Nektarinen als Frischobst verzehrt. Selbstverständlich werden Pflaumen auch in vielfältiger Art und Weise verarbeitet. So gibt es Pflaumenkompott, Pflaumenmarmelade und Pflaumenmus. Hier fallen mir sofort Eierkuchen mit Pflaumenmus ein. Undenkbar ohne Pflaumen ist natürlich der Pflaumenkuchen, ein Klassiker der tschechischen Küche sind Pflaumenknödel, diese hatte ich schon mal bei den Aprikosen erwähnt.

PflaumeAuch Getränke werden aus Pflaumensaft gewonnen, so z.B. Pflaumenmost, Pflaumenwasser (Slivovitz) und Pflaumenwein. Die Pflaume ist auch eine hervorragende Trockenfrucht, getrocknete Pflaumen sind als Trockepflaumen ein beliebtes Trockenobst, sehr vitaminreich und da besonders natriumarm auch eine wohlbekömmliche Diätfrucht.

Komischerweise ist die Bezeichnung „Pflaume“ für einen Menschen kein großes Lob, „na Du bist ja ne Pflaume“ ist eher etwas Negatives. Aufgrund ihres Aussehens hat Pflaume im Volksmund auch noch eine andere Bedeutung, auf die ich hier aber nicht näher eingehen will.

Alles in allem ist die Pflaume ein schmackhafte Frucht, selbst eine Fliege kann ihr nicht widerstehen. Das kann ich gut verstehen, und will jetzt schlafen gehen.

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Lemon Bier 2.1, Wernesgrüner Lemon und Hasseröder Radler

Wernesgrüner Lemon, Hasseröder RadlerNach dem für mich eher enttäuschenden ersten Lemon-Bier-Test (Lübzer und Becks) sowie dem auch nicht überzeugenden Cheers-Lemon habe ich mich weiter nach Lemon-Bier, auch bekannt als Radler oder Alsterwasser, umgesehen. Obwohl mich bereits die Zutatenliste des „Wernesgrüner Lemon“ etwas abschreckte, habe ich es dann doch in den Einkaufswagen getan, schließlich zählte „Wernesgrüner“ zu den beliebtesten Biersorten in der DDR. Dazu kommt eine „Hasseröder Radler“, damit stehen heute also zwei Ost-Biere auf dem Testprogramm.

Wernesgrüner Lemon

Wernesgrüner Lemon GlasBiermischgetränk aus 50% Wernesgrüner Pils Legende und 50% Limetten-Zitronen-Erfrischungsgetränk mit Süßungsmitteln
2,5 Vol. % Alkohol ∙ 0,5 Liter ∙ 0,63 € ∙ entspr. 1,26 €/Liter

Inhalt: Wernesgrüner Pils Legende (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt), Erfrischungsgetränk (Wasser, Kohlensäure, Säuerungsmittel Zitronensäure, natürliches Zitronen-Limetten-Aroma, Süßstoffe: Natriumcyclamat, Acesulfam-K, Aspartam* und Saccharin-Natrium). *enthält eine Phenylalaninquelle

Aussehen: Die grüne (Wernesgrün!) Flasche hat die Form einer modernen Bierflasche, hier kann man durchaus ein Bier erwarten. Die Farbe des Getränkes im Glas sieht nach Bier aus, der Schaum fällt schnell zusammen.

Geruch: Der erste Geruchseindruck ist eher künstlich-synthetisch, wenig nach Bier, leicht süßsäuerlich. Insgesamt wenig einladend.

Geschmack: Geschmacklich ist „Wernesgrüner Lemon“ ein Bier mit süßsauerlichem Einschlag und leicht prickelnder Note, allerdings ohne Charakter und eher zurückhaltend. Auch hier gib es, wie schon beim „Lübzer Lemon“ einem unangenehmen, stumpf-bitterem Nachgeschmack. Das ist vermutlich den Süßstoffen geschuldet.

Hasseröder Radler

Hasseröder Radler GlasBiermischgetränk
2,7 Vol. % Alkohol ∙ 0,5 Liter ∙ 0,63 € ∙ entspr. 1,26 €/Liter

Inhalt: 50% Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt), 50% Erfrischungsgetränk (Wasser, Kohlensäure, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Aroma, Süßstoffe Natriumcyclamat und Saccharin-Natrium, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Säureregulator Trinatriumcitrat)

Aussehen: Die Flasche ist im klassischen Braun gehalten, Form und Farbe lassen ein Bier erwarten. Die Farbe des Getränkes im Glas sieht durchaus nach einem Bier aus, der Schaum hält sich wacker.

Geruch: Der Geruch ist fruchtig und eher süß, etwas bierig, insgesamt positiv und durchaus nicht unangenehm.

Geschmack: „Hasseröder Radler“ schmeckt süßlich bis leicht fruchtig, durchaus nach Bier. Auch hier gibt es einen eher unanagenehmen, stumpf-bittern Nachgeschmack, der aber nicht ganz so auffällig wie beim „Wernesgrüner Lemon“. Insgesamt für mich persönlich besser, aber dennoch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Fazit

Wernesgrüner Lemon, Hasseröder Radler im GlasAuch diese beiden Lemon-Biere konnten mich nicht wirklich überzeugen, wobei mir das Hasseröder von beiden noch etwas mehr zusagt. Ich frage mich, warum hier unbedingt Süßstoffe wie Natriumcyclamat, Aspartam und Ähnliches eingesetzt werden, könnte man nicht einfach stattdessen Zucker nehmen?

So bin ich erstmal weiter auf der Suche nach Lemon-Bier ganz ohne Chemie, also einfach Bier mit Wasser, Kohlensäure, Zitronensaft, meinetwegen Zucker und mehr nicht, sowas muß es doch geben. Oder ich mixe mir mein Radler selbst zusammen, da habe ich dann die volle Kontrolle.

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20.08.2008

Mal wieder so ein Tag mit schönem Datum, 20082008, also 20.08.2008, Tag und Monat haben die gleichen Ziffern wie das Jahr. Deshalb gibt es heute ein paar Bilder aus Köpenick, nichts besonderes, nur ein paar Eindrücke des vergangenen Wochenendes.

Die richtungsweisenden Schilder zeigen unter anderem zum Rathaus, welches sich leider schon seit Jahren hinter einer häßlichen Behelfsbrücke versteckt. Diese wurde ursprünglich nur gebaut, um den Verkehr während der Rekonstruktion der Langen Brücke, welche die Altstadt mit der Köllnischen Vorstadt bzw. Spindlersfeld verbindet, sicherzustellen. Diese Rekonstruktion ist nunmehr seit Jahren beendet, die Behelfsbrücke ist aber immer noch da. Ich hoffe, daß sie irgendwann doch noch abgebaut wird.

Köpenick SchloßDas Köpenicker Schloß und die Schloßinsel sind selbstverständlich auch eine Sehenswürdigkeit Köpenicks, hier gibt es hübsche Blumen und im Wasser rings um das Schloß tummeln sich Enten.
Ein Entenpärchen überlegt noch, ob es gleich ins kühle Naß hüpfen und davonschwimmen soll. Ich denke mal, daß ist bei dem warmen Sommerwetter eine Überlegung wert. Köpenick ist ohnehin eine sehr wasserreiche Gegend, so gibt es direkt am Wasser neu gebaute Neubausiedlungen, nicht zu vergleichen aber mit den zu DDR-Zeiten entstandenen Plattenbauten im Grünen.

Ich bin immer wieder gerne in Köpenick, einerseits wohnen dort noch nahe Verwandte von mir und zudem war es lange Jahre meine Heimat, hier bin ich zur Schule gekommen, habe meine Lehre absolviert und später gearbeitet. Soetwas verbindet für lange Zeit.

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