Obst ist nicht genug

Osterspaziergang 2013

Osterspaziergang

Vom Eise bedeckt sind Baum und Gewässer
Durch des Winters eisigen, kalten Blick,
Im Tale grünt es noch kein Stück;
Der neue Frühling ist auch nicht besser,
Er hatte bisher noch kein Glück.
Der Winter sendet noch immer nur
Kräftige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.

Wenn ich so an letztes Jahr Ostern denke, da sah doch alles schon deutlich freundlicher aus. Aber zu Ostern einen Schneemann bauen macht ja auch mal Spaß. :-)

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Waldspaziergang am Tag der deutschen Einheit

Nach der kleinen Vorschau auf den Tag der deutschen Einheit gibt es hier nun einen kurzen Rückblick.

Wir waren mittags mit der ganzen Familie zu einem Waldspaziergang in Schelfwerder aufgebrochen. Mit den Fahrrädern haben wir am Waldrand „geparkt“ und sind dann zunächst quer durch den Wald gelaufen, vorbei an den Betonmauern einer alte Schießanlage und über teils matschiges Geläuf.

Leider meinen einige Zeitgenossen hier ihren Müll abladen zu müssen, was kein schöner Anblick und für den Wald bestimmt nicht gut ist.

Schließlich kamen wir zum Ufer des Schweriner Sees und bewegten uns fortan auf ordentlichen Wegen. Der Gesamtweg der kleinen Wanderung dürften etwa 3½ km gewesen sein. Dann ging es mit dem Fahrrad wieder zurück. Als wir im Hof waren, fing es an zu regnen. Ja, das war gutes Timing. :-)

Ein kleines Video vom Waldspaziergang habe ich auch erstellt. :-)

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Der alte Förster und sein RevierPhone

Revierphone-WaldIn einem großen, dunklen Wald lebte einst ein Revierförster mit seiner Frau. Jeden Morgen um Vier ging Revierförster Horst in den Wald, um sich mit der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung des Waldes unter Berücksichtigung seiner ökologischen und sozialen Funktionen zu befassen.

Er streifte durch den Wald, sah nach dem Rechten, kümmerte sich um die Bäume, Pflanzen und Tiere, so daß es ihnen gut ging und war immer gut gelaunt.

Am Abend, wenn er nach Hause ging, brachte er seiner Frau Frauke Pilze, Beeren oder Kräuter mit, genau wie sie es ihm am Morgen aufgetragen hatte.

Revierphone-PilzeEines Tages, es war kurz vor Feierabend, stand Förster Horst einsam im Wald und begann zu grübeln. Was hatte ihm seine Frauke gesagt, solle er aus dem Walde mitbringen? Waren es Pilze oder Beeren oder doch Kräuter? So sehr er sich auch anstrengte, er konnte sich nicht erinnern. Der alte Förster stand da und wußte weder ein noch aus.

Wenn ich jetzt ein mobiles Telefon hätte, schoß es ihm durch den Kopf, könnte ich rasch zu Hause anrufen und fragen, ob ich Pilze, Kräuter oder Beeren mitbringen soll. Sein Entschluß war gefaßt, er mußte unbedingt auch so ein Handy haben. Schnell sammelte er ein paar Beeren, Pilze und Kräuter in sein Körbchen und eilte nach Hause.

Im Forsthaus angekommen, stellte er seine gesammelten Werke in der Küche ab, schnappte sich seinen Drahtesel und fuhr schnurstracks in die große Stadt.

Das RevierPhoneDer Weg führte ihn zunächst in den „PutzSelGo-Shop“. Sein Mobilephone sollte robust, waldtauglich und einfach zu bedienen sein, das war klar. Aber alle Modelle, die ihm der Verkäufer zeigte, entsprachen nicht seinen Vorstellungen. Sie waren entweder zu filigran, walduntauglich, zu kompliziert in der Bedienung oder alles zusammen.

Selbst im neuen Herbst/Winter-Katalog war kein passendes Gerät zu finden. Traurig trottet Horst aus dem Laden.

Da er nun schon mal in der Stadt war, konnte er wenigstens noch bei „Waldis Waldforst-Fachhandel“ ein neues Forstfach kaufen (das alte war schon sehr löchrig). Als er gerade ein Fach in der passenden Größe aus dem Regal nehmen wollte, sah er es auf dem Ladentisch liegen, das RevierPhone.

Fasziniert starrte Revierförster Horst auf das Gerät, genau so hatte er sich sein Für-unterwegs-im-Revier-Telefon vorgestellt. Das RevierPhone hatte alles, was er haben wollte. Es war robust, waldtauglich und einfach zu bedienen. Er bezahlte das Forstfach und das RevierPhone, schwang sich auf den Drahtesel und radelte nach Hause.

Spät abends kam Horst erschöpft, aber glücklich im Forsthaus an. Frau Frauke war bereits schlafen gegangen und so zeigte er ihr das neue RevierPhone am nächsten Morgen.

Revierphone-WegNach einigen Tagen stand Förster Horst wieder einmal ratlos im Wald und wußte nicht mehr, ob er Beeren, Pilze oder Kräuter mitbringen sollte. Aber er hatte ja sein RevierPhone dabei. Immer öfter vergaß er, was er mitbringen sollte und immer öfter telefonierte er mit dem RevierPhone nach Hause.

Das machte ihm so viel Spaß und er war so glücklich, daß er eines Tages dem alten RevierForst-Weg den Namen RevierPhone-Weg gab. Die Namensgebung wurde mit großer Pracht gefeiert und wenn er nicht gestorben ist, dann telefoniert er noch heute.

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Schilderwald

Es gibt nicht nur den Schilderwald, es gibt auch Schilder im Wald. Ein paar Schilder sind mir bei unserem Osterspaziergang aufgefallen.

Im Wald eher nichts Besonderes sind die Schilder für Wanderwege, zeigen sie dem Wanderer doch die Richtung und geben Auskunft über die Entfernung bis zum Ziel. Interessanter finde ich da schon die Schilderkombination Fahrrad und Hund. Das Schild mit dem Fahrrad dürfte allgemein bekannt sein, es ist Schild 254 aus der StVO „Verbot für Radfahrer“. Eine kreative Neuschöpfung ist das Schild mit dem Hund, die Bedeutung erschließt sich aber unmittelbar, auch wenn es so ein Schild in der StVO nicht gibt. Ähnlich wäre da vielleicht noch Schild 258 „Verbot für Reiter“, andere Schilder mit Tieren wie 140 „Viehtrieb, Tiere“ und 142 „Wildwechsel“ sind jedoch Warnzeichen und keine Vorschriftszeichen. Ich denke mal, daß man auf dem Waldweg nicht Fahrradfahren und keine Hunde mitnehmen soll.

Das Schild „Entbindung“ ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Gerade bei einer bevorstehenden Entbindung muß es oft schnell gehen, da kann man in einem großen Krankenhaus nicht erst lange rumsuchen müssen, wo man denn nun hin muß. Und auch das „Letzter Aschenbecher…“-Schild finde ich sehr lobenswert, oder doch eher die Tatsache, daß das Krankenhaus rauchfrei ist. Das Schild erinnert mich an Sachen wie z.B. den Film „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ sowie die Schilder und Durchsagen „Letzter Bahnhof im demokratischen Sektor“, „Letzter Bahnhof im amerikanischen Sektor“ oder „Letzter Bahnhof im Westsektor“.

Schilder weisen uns den Weg, weisen auf etwas Wichtiges hin, auch wenn man manchmal den Wald vor lauter Schildern nicht mehr sieht.

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