Obst ist nicht genug

Nichts geht mehr, die Wahllokale sind geschlossen

Schweriner RathausDie heutige Wahl zum Schweriner Oberbürgermeister ist seit 18 Uhr beendet. Die außerplanmäßige Oberbürgermeisterwahl war erforderlich geworden, weil die Schweriner im April ihren alten OB abgewählt hatten. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 44 Prozent, man mußte sich auch nur für Ja oder Nein zum damaligen OB Norbert Claussen entscheiden. Heute war es vergleichsweise schwerer, sieben Kandidaten stellten sich zur Wahl und ich bin mal gespannt, wie es heute mit der Wahlbeteligung aussieht.

Ich gehe davon aus, daß die für den 28. September vorgesehene Stichwahl erforderlich wird, da wohl keiner der Bewerber im heutigen Wahlgang mehr als 50 Prozent schaffen wird. Spannend ist auch die Frage, wie sich die Einzelbewerber ohne Parteien oder Fraktionen im Hintergrund schlagen werden.

Ich habe heute früh gleich kurz nach Acht gewählt, wie es sich für einen gelernten DDR-Bürger gehört :-) Naja, ganz freiwillig war das nicht, da ich aber ohnehin früh aufstehen und zum Bahnhof mußte und deshalb sowieso schon in der Stadt unterwegs war, habe ich gleich beide Sachen verbunden. Aber nicht mit dem Besuch beim Schweriner Altstadtfest, wie die SVZ vom Wochenende vorschlug. Um das Altstadtfest mache ich schon seit Jahren wenn möglich einen großen Bogen.

Nachtrag 20:22 Uhr
Die Stimmen sind ausgezählt, das vorläufige Ergebnis liegt vor. Die Wahlbeteiligung lag mit 43,8 Prozent in etwa gleichauf mit der Beteiligung bei der Abwahl des OB im April. Beim Ergebnis selbst gibt es für mich keine großen Überraschungen, Frau Gramkow (DIE LINKE) und Herr Dr. Timm (SPD) liegen mit jeweils knapp über 38 Prozent in etwa gleich auf, so daß es am 28. September zu einer Stichwahl zwischen den beiden kommen wird.
Die Einzelbewerber konnten keinen wirklichen Erfolg verbuchen und auch Herr Kruse (für die CDU) liegt mit knapp 16 Prozent abgeschlagen auf Platz 3.

Wenn ich jetzt schon mal eine Prognose für die Stichwahl wagen darf, Herr Dr. Timm wird das Rennen machen, zumal der Unterschied vom ersten zum zweiten Platz diesmal anders als 2002 nur hauchdünn ist. Damals lag Herr Böttger (PDS) im ersten Wahlgang gut 6 Prozent vor Herrn Claussen (CDU), mußte sich dann aber in der Stichwahl deutlich geschlagen geben (41,6 : 58,4).

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