Obst ist nicht genug

Heute mal ohne Fleisch – zum Weltvegetariertag

Fleischlos glücklich? Ja, das bin ich seit nunmehr fast 15 Jahren.

Aber schon als Kind war ich nicht der große Fleischesser. Wenn wir früher mal mit der Familie Essen waren, habe ich oft auf Schweine- oder Rinderbraten verzichtet und lieber Knödel mit Ei oder ein Omelett mit Champignons bestellt.

Beim Fleisch hatte ich immer das Gefühl, daß es beim Kauen mehr wurde und ich es nicht runtergeschluckt bekomme. Meist habe ich dann die trocken gekauten Fleischfasern mit einem Getränk runtergespült.

Weltvegetariertag

Heute ist der Weltvegetariertag. Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland ernähren sich vegetarisch. Die fleischlose Ernährung ist aber keine Erfindung unserer Zeit oder etwa eine Modeerscheinung. Schon vor 2500 Jahren verzichteten Griechen und Inder auf Fleisch (mehr bei „ZDF-Heute„).

Das fleischlose Essen hat sich allerdigs bei den Griechen nicht so richtig durchgesetzt. Wenn ich bei meinen Dienstreisen mit den Kollegen abends beim „Vassili“ essen gehe, finde ich praktisch keine Gerichte ohne Fleisch auf der Karte. Ich stelle mir mein Menü dann immer aus den Beilagen zusammen, z.B. griechische Nudeln (Kritharaki) mit Käse überbacken und dazu Okra-Gemüse.

Typisch vegetarisch

Meine Fotos oben zeigen übrigens typisch vegetarische Gerichte, Rouladen mit Kartoffeln und Rosenkohl, Rundbraten mit Knödeln und Lauch und Thüringer Bratwurst mit Reissalat. Das ist natürlich kein richtes Fleisch und auch keine Wurst.

Es sieht nur auf den ersten Blick so aus, besteht in Wirklichkeit aber aus Weizeneiweiß und kommt von Wheaty. Ich finde die Sachen richtig lecker, bevorzuge sie auch gegenüber den Tofu-Produkten.

Schnitzel mit Pommes (nah)

Schnitzel mit Pommes (nah)

Hier habe ich noch so einen Klassiker der vegetarischen Küche, Schnitzel mit Pommes.

Das wird sogar in einigen Restaurants angeboten, z.B. in der Pizzeria ADRIA in Linz, bei der City-Pizza in Landsberg und bei FOODTIME in Reinach.

Man sieht es halt dem Bild nicht an, daß unter der Panade kein richtiges Fleisch ist. :-)

Keine Kommentare »

Bratkartoffeln mit Bratwurst

Bratkartoffeln mit BratwurstWenn mal noch Kartoffeln vom Mittagessen oder vom Vortag übrig sind, kann man damit ganz einfach eine schnelle Mahlzeit zubereiten.

Einfach eine Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl anschwitzen. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden (Tip: Eierschneider benutzen) und zu den Zwiebel in die Pfanne geben. Alles je nach Belieben unter Zugabe von Gewürzen mehr oder weniger knusprig braten.

Gut, so Bratkartoffeln alleine sind auch schon lecker, aber als kleine Ergänzung sind auch weitere Zugaben gern gesehen. Ein Klassiker sind sicher Bratkartoffeln mit Spiegelei, Bratkartoffeln mit Bratei, wenn man so will.

Bratkartoffeln mit BratknackiesWenn man schon beim Braten ist, sind Bratwürste nicht mehr weit. Also gibt es Bratkartoffeln mit Bratwurst und einem Klacks Senf dazu.

Da stört es auch nicht weiter, daß die Bratwürste keine Bratwürste sind, sondern Bratknackies „Bauern-Art“ und es sich beim Senf auch nicht um Senf handelt.

Gut geschmeckt hat es und auf dem Bild sieht es zumindest ganz ordentlich nach Bratkartoffeln mit Bratwurst aus. Das Auge ißt ja schließlich mit. :-)

Weitere Artikel mit Bezug zu diesem:
2 Kommentare »

Festtagsessen: Kartoffelsalat mit Würstchen

Erstmal wünsche ich allen Lesern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Für 2010 habe ich mir unter anderem vorgenommen, mal wieder öfter Blogartikel zu schreiben, besonders auch welche mit Bildern.

So mache ich hier gleich den Anfang mit ein paar Speisen von den zurückliegenden Feiertagen, los geht es mit einem Klassiker, „Kartoffelsalat mit Würstchen„. In Tschechien gehört Kartoffelsalat beispielsweise zum traditionellen Weihnachtessen.

Wichtigste Zutat für den Kartoffelsalat sind natürlich Kartoffeln. Diese werden normal gekocht, sollten allerdings nicht zu weich werden. Bei den restlichen Zutaten gibt es nahezu unzählige Varianten wie auch die Geschmäcker verschieden sind. Wir hatten deshalb zwei Zubereitungen gemacht. Einmal mit Kartoffeln, Gewürzgurken und Mayonnaise, die andere ohne Gewürzgurken, dafür aber mit Zwiebeln und etwas Sahne zusätzlich zur Majonäse. Auf dem Bild ist als Topping ein Klacks Eiersalat zu sehen. Ich kenne auch Kartoffelsalat mit hart gekochten Eiern und Äpfeln (in Würfeln).

Wie auch immer, Kartoffelsalat ist beliebt, gesund und schnell zubereitet (von der Kochzeit für die Kartoffeln mal abgesehen).

4 Kommentare »

Noch soundso viele Tage bis

KartoffelnDas konnte ich mir nicht verkneifen. So einen „noch xyz Tage“-Anzeiger muß ich jetzt auch mal bringen. Ich habe mir drei wichtige Ereugnisse herausgesucht. Bei mir erfolgt die Anzeige aber gerundet und nicht einfach abgeschnitten. Das mit den sieben Tagen bis zur Buga müßte für heute stimmen.

Gibt es auf der Buga eigentlich Kartoffeln? Äpfel scheint es zu geben, vielleicht gibts ja auch Erdäpfel? Wann ist die nächste Kartoffelernte?

Ein Kommentar »

Kartoffeln und Kunst

KartoffelnIch bin ja kein Kartoffelesser und damit wohl auch kein typischer Deutscher, was das Essen anbelangt. Hierzulande gilt die Kartoffel, neben dem Brot, als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt. In anderen Ländern sind Kartoffeln ein normales Gemüse, wie z.B. Gurken, Tomaten, Bohnen oder Möhren auch.

Die Kartoffeln kamen vor etwa 450 Jahren aus Südamerika mit spanischen Eroberern nach Europa und fanden zunächst als Nahrungsmittel keine Beachtung. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die unterirdischen Kartoffelknollen als Speise bekannt und immer beliebter. Glücklicherweise sind Klima und auch die Böden in Europa gut für den Kartoffelanbau geeignet, so daß die Kartoffeln schnell ihren Siegeszug auf die Speisezettel der Bevölkerung antreten konnten.

KartoffelDie Kartoffel läßt sich in vielfältiger Weise zubereiten und weiterverarbeiten. Was ich persönlich nicht mag, und deshalb sehe ich mich nicht als typischen Kartoffelesser, sind die langweiligen, einfach gekochten Kartoffeln (Salzkartoffeln).

Wenn ich doch mal etwas mit Kartoffeln esse, dann eher verarbeitete Kartoffeln, wie z.B. Kartoffelspalten oder Pommes, Kartoffelpuffer (Kartoffelpfannkuchen), Kartoffelsuppe (aber nicht püriert, sondern mit Kartoffelstückchen!), Kartoffelauflauf und Kartoffelbrei (Kartoffelpüree, Kartoffelmus, Quetschkartoffeln, Stampfkartoffeln). Apropos Kartoffelbrei, da gibt es ganz leckeren Schmorkohl auf Kartoffelbrei mit Räuchertofu im Cafe Mojo in Schwerin :-)

KartoffelnUnd was haben Kartoffeln nun mit Kunst zu tun? Ich habe bereits zweimal das Wort Kartoffelesser erwähnt. Es gibt das bekannte Gemälde „Die Kartoffelesser“ von Vincent van Gogh, entstanden in seiner frühen Schaffensperiode als Maler. Eben jenes Bild spielt auch eine wichtige Rolle in der utopischen Geschichte „Vincent van Gogh“ von Sewer Gansowski, erschienen unter anderem in dem SF-Buch „Die Stimme aus der Antiwelt“. Ich kann diese Geschichte wie auch das ganze Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der sich für utopische Literatur interessiert.

Viele kennen bestimmt auch selbstgemachte Kunst mit und aus Kartoffeln, nämlich den Kartoffeldruck. Als Kind habe ich da auch so einige „Kunstwerke“ geschaffen, muß mal sehen, ob ich da noch Frühwerke aus meiner Kindheit irgendwo finde, ähnlich wie die WachskunstWachsbild-Sachen.

Nicht zuletzt konnte man mit Kartoffeln auch ganz gut die Dienstsiegel auf NVA-Urlaubsscheinen, -Dienstaufträgen u.Ä. fälschen, das war aber schon eine Kunst für sich und eine andere Geschicht…

Ein Kommentar »