Obst ist nicht genug

Von den Zahlen

Display 10.7Als ich heute morgen in die Küche kam, zeigte das Digitalthermometer für die Außentemperatur 10.7 °C an. Das tat es auch gestern früh, als ich in die Küche kam, da stand ebenfalls 10.7 auf dem Display. Während ich noch überlege, ob das Thermometer vielleicht kaputt ist oder sich die Temperatur seit gestern überhaupt nicht geändert hat, springt die Nachkommastelle von sieben auf acht um. Es war also nur Zufall, daß heute derselbe Wert wie gestern angezeigt wurde, Digitalthermometer und Wetter sind also noch in Ordnung.

ZF-Modul mit A225DBeim Blick auf die Anzeige 10.7 fiel mir sofort noch etwas anderes ein, nämlich ein UKW-Radio. Bei Rundfunkempfängern ist für den UKW-Empfang eine sogenannte Zwischenfrequenz (ZF) von 10.7 MHz üblich. Durch Mischung der Empfangsfrequenz (87,5 bis 108 MHz) mit einer lokalen Oszillatorfrequenz entsteht ein Signal mit eben jenen 10.7 MHz, welches dann weiterverarbeitet wird. Dieses Schaltungsprinzip wird Überlagerungsempfänger oder Superheterodynempfänger, kurz auch Super genannt. Bei Mittelwelle sind z.B. 455 kHz eine übliche Zwischenfrequenz, im Bereich der militärischen Nachrichtentechnik gibt es noch viele anderen Werte, teilweise wird sogar mehrfach gemischt, so daß es in einem Gerät mehrere Zwischenfrequenzen ZF1, ZF2 usw. gibt.
Die Zahl 10.7 hat sich mir zu meiner Zeit als Funkmechaniker und Hobby-Elektroniker wohl so stark eingeprägt, daß ich noch heute automatisch ein UKW-Radio damit in Verbindung bringe.

Auch bei anderen Zahlen habe ich spontane Assoziationen zu Dingen und Ereignissen. So bekommt jeder Artikel, den ich hier schreibe, eine eindeutige Nummer. Die Zählung hat irgendwann mal bei 1 angefangen und ist für diesen Artikel hier bei 971 angekommen. Normalerweise bekommt man als Leser der „Putzlowitscher Zeitung“ diese Nummern nie zu sehen, beim Schreiben eines Artikel kann ich mir diesen aber mit Hilfe der Nummer bereits vor der Veröffentlichung ansehen. Und da sehe ich dann halt eine Zahl.

Intel 486 DX2 66Schon etwas länger zurück liegen die Intel-CPU-Artikel, also z.B. 386 und 486. Beide haben selbst überhaupt nichts mit Intel-CPUs zu tun, in letzterem geht es z.B. um Toiletten, aber bei 386 und 486 denke ich halt an einen Prozessor von Intel. Angefangen hatte die 86er Reihe mit dem 8086, dann kamen 80186 und 80286. Mein erster PC wurde von einem 80386-SX angetrieben, der nächste von einem 80486-Prozessor. Die 80 vorn fiel dann irgendwann weg und es blieb nur noch 386 und 486 übrig. Einen 586er gab es offiziell nicht, Intel nannte diese CPU dann Pentium.

Im Moment befinde ich mich mit meinen Artikelnummern im 900er Bereich. Auch da gibt es einige besondere Zahlen, mit denen ich etwas verbinde. Es beginnt bei 911. Mein erster Gedanke geht in Richtung Grafikkarten der Firma S3. Diese Firma zählte von Anfang bis Mitte der 90er Jahre zu den führenden Herstellern von Grafik-Chips. Angefangen beim Modell 911, über 924 und 928 bis hin zum Modell 964. Irgendwann habe ich dann mal gelesen, daß S3 die Modellnummern seiner Grafikchips angeblich in Anlehnung an erfolgreiche Autos von Porsche gewählt hat. Seitdem denke ich manchmal sogar, obwohl ich mich eigentlich überhaupt nicht für Autos interessiere, bei 911 auch an Porsche.

An was denkt Ihr beispielsweise, wenn Ihr die Zahl 6 seht?
Mir fällt dazu grad ein, daß ich heute nicht zu spät schlafen gehen will. Wir sollten heute mal etwas früher ins Bett gehen, sagte vorhin auch meine Frau.

Da ist was dran, denn morgen früh um 6 Uhr klingelt der Wecker und die Nacht ist zu Ende. Also husch, husch ins Bettchen, gute Nacht!

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Häuptling Silberstrumpf

Socken und SilberputztuchIch hatte kürzlich einen Bericht zu meinen neuen Socken geschrieben und mich ob der fehlenden Frische und unklaren antibakteriellen Wirkung eher skeptisch gezeigt. Mittlerweile weiß ich vermutlich, was damit gemeint ist. Ich habe nämlich beobachtet, daß die Socken mit Silber-Ionen nicht so schnell anfangen zu müffeln, auch wenn ich sie etwas länger anhatte und z.B. beim Laufen mehr geschwitzt habe. Das würde auch Sinn ergeben, denn Schweiß an sich riecht ja wohl gar nicht, erst bakterielle Zersetzungsprodukte sind ja das, was den unangenehmen Geruch erzeugt. Die antibakterielle Wirkung verhindert oder vermindert also diesen Zersetzungsprozeß, die Socken stinken nicht und man hat damit ein frischeres Gefühl. Klingt logisch.

Die Frage ist nun noch, wie lange bleibt diese antibakterielle Wirkung bestehen, oder sind die Silberionen bereits nach der ersten Wäsche aus den Socken verschwunden?

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