Obst ist nicht genug

Vor 20 Jahren – der letzte Tag mit DDR-Geld

100 DDR-Mark und 100 DMDas war mir gestern, als ich über den 10-Mark-Schein schrieb, gar nicht so bewußt. Heute vor 20 Jahren, am 30. Juni 1990, war die DDR-Währung den letzten Tag gültig. Zu der Zeit studierte ich in Görlitz und an jenem Samstag vor 20 Jahren war ich abends in der „Taverne“ essen, um die letzten DDR-Mark auszugeben.

DDR-WährungsumstellungAb dem 1. Juli 1990 gab es dann für die DDR-Bürger harte DM. Zuvor mußte man aber persönlich bei seiner Bank oder Sparkasse zwecks Kontenumstellung vorstellig werden. Der als Auszahlunsquittung auf dem Beleg geführte Betrag war die Summe, die man dann am ersten DM-Tag als Bargeld in Empfang nehmen konnte.

DDR Kontenanmeldung - Vermerk im PersonalausweisDie Umstellungszeit führte regelmäßig zu langen Warteschlangen vor den Filialen der Geldinstitute.

Es gibt eine Ansichtskarte von Köpenick, auf der das Köpenicker Schloß aus der Vogelperspektive zu sehen ist. Für das Foto läßt sich der Aufnahmezeitpunkt relativ genau bestimmen. Auf dem Bild ist noch die Ecke der Köpenicker Sparkassenfiliale zu sehen, vor der eine lange Menschenschlange bis hoch auf die „Lange Brücke“ steht.

Das war genau die Zeit im Mai und Juni 1990, als die Leute ihre Währungsumstellung beantragten, die dann auch als Kontenanmeldung im Personalausweis vermerkt wurde.

Mittlerweile habe ich noch eine weitere Währungsumstellung mitgemacht, die von der D-Mark zum Euro. Und es wird wohl nicht die letzte sein…

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Wer war in der DDR auf dem 10 Mark Schein?

Das jemand zum Thema Geld, Münzen oder Geldscheine von der Google-Bildersuche auf meine Seite kommt, ist nichts Besonderes. Wenn aber eine Frage so konkret gestellt wird, werde ich diese dann auch direkt beantworten.

Wer war in der DDR auf dem 10 Mark Schein?

DDR 10 Mark ScheinAuf dem zuletzt gültigen 10-Mark-Schein der DDR, seit 1971 im Unlauf, war die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin abgebildet. Auf der Rückseite des Scheines ist eine Frau in einer Schaltzentrale zu sehen. Es könnte sich um ein Kraftwerk oder eine Chemiefabrik handeln.

DDR 10 Mark Schein MDN (alte Serie)Den Vorgänger-Schein mit dem Aufdruck „Mark der deutschen Notenbank“ (MDN) zierte Friedrich von Schiller. Zu dem muß ich wohl nichts weiter sagen. :-) Auf der Rückseite der 10-MDN-Banknote ist ein Industriebetrieb abgebildet, der VEB Carl Zeiss Jena.

Münzen und Scheine

Meine Scheine sind mir immer noch an den RV-Rauxel abhanden gekommen, nun hat es auch die Münzen erwischt. Diese haben sich zum Ramadan-Online verkrümelt. Immerhin weiß ich dadurch nun, das es die Zakat gibt und was das ist. Ich sag doch immer, Bilder bilden.

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Kommentare, Trackbacks, Pings – Segen oder Fluch?

Kreuzspinne im NetzFrüher war es im Netz noch einfach und übersichtlich. Um sein Netz zu spinnen, also Links zu erhalten, mußte man selbst Links zu anderen Spinnen setzen und darauf hoffen oder darum betteln (auch mit Geld :-), Links zu bekommen.

Doch seit es das Mitmachweb (Web 2.0) gibt, ist alles viel einfacher. Man kann bei vielen Spinnen einfach so sein eigenes Netz anknüpfen. In mehr oder weniger anstrengender Handarbeit, teil- oder vollautomatisiert streut man Links aus.

Grundsätzliche Einstellungen

Bei mir werden Kommentare, und damit auch Track- und Pingbacks moderiert. Wer schon mal (Name, E-Mail-Adresse) einen zugelassenen Kommentar geschrieben hat, muß nicht mehr in die Warteschlange. Die Option „Versuche jedes im Artikel verlinkte Weblog zu benachrichtigen“ habe ich deaktiviert (ich sende selbst keine Pingbacks).

Kommentare vom Spambot

Kommentare in Blogs werden normalerweise von Menschen geschrieben. Allerdings gibt es auch Spam-Bots die versuchen, automatisch Kommentare zu hinterlassen. In den drei Monaten März, April und Mai gab es hier bei Putzlowitsch etwa 1500 (also 500 je Monat) Versuche von Spambots, ihre Kommentare loszuwerden. Da Bots aber keine Menschen sind, verhalten sie sich weitestgehend unintelligent, meist schlicht gesagt einfach zu blöd, selbst kleine technische Hürden zu überspringen. Deshalb haben es diese 1500 Versuche erst gar nicht in die Kommentarliste geschafft sondern wurden bleich an der Blogtür abgewiesen.

Menschliche Kommentare

Wenn richtige Menschen Kommentare schreiben, scheitern sie normalerweise nicht an der technischen Spamabwehr. Aber trotzdem gibt es immer wieder mal Kommentare, die eher Spam denn ein sinnvolle Beteiligung am Web 2.0 sind. Wenn jemand mit dem Namen „Online Poker“ einen Kommentar „Guter Beitrag!“ schreibt und auf eine Seite „Pokertoplist“ verlinkt, wird von mir sowas als Spam verbannt. Wenn es nicht so eindeutig ist (Zellenradschleusen, Schüttguttechnik), schau ich mir auch schonmal die verlinkte Seite an und entscheide dann, was mit dem Kommantar passiert. Dann lasse ich gegebenfalls den Kommentar stehen und entferne oder entwerte nur die Links. Die Texte selbst sind oft sogar Thementelevant.

Trackbacks

Eine Form der halbautomatischen „Kommentare“ sind Trackbacks. Hierfür muß die Trackback-Adresse der verlinkten Seite verwendet werden um diese darüber zu informieren, daß man auf sie Bezug genommen hat. Üblicherweise wird dann von der Zielseite überprüft, ob tatsächlich ein Link zu ihr existiert (Trackback-Check) und nur dann wird der Trackback entgegen genommen. Trackbackspam habe ich hier so gut wie gar nicht.

Im übrigen werden Trackbacks (und Pingbacks) von Blogs auch bei aktiver Moderation sofort freigeschaltet, wenn diese im Zielblog in den Links (Blogroll) stehen. Wer also Trackbacks von befreundeten oder vertrauenswürdigen Blogs nicht immer moderieren will, trägt sie unter Links ein. Falls diese aber nicht angezeigt werden sollen, dürfen sie auch den Status „privat“ (unsichtbar) haben, die Trackbackfreischaltung funktioniert trotzdem.

Pingbacks – automatische Trackbacks

Vollautomatische „Kommentare“ sind die Pingbacks, oder kurz Pings. Das sind gewissermaßen automatische Trackbacks. Die Blogsoftware wie z.B. WordPress nimmt einfach jeden, auch internen Link eines Artikels und versucht das Linkziel per xmlrpc über den Verweis zu informieren.Wenn diese Links direkt aus dem Artikel kommen, ist dagegen nicht viel zu sagen.

Eine Plage sind aber Linklisten, wie z.B. „Die Folgenden 100 Blogs haben auch schon beim Blog-Karneval mitgemacht: URL1, URL2, URL3 …“. Noch spammiger wird es im Falle von „Ich-verdiene-Geld-mit-fremden-Inhalten“-„Blogs“, dazu hatte ich kürzlich schon etwas unter der Rubrik „Geld verdienen im Internet“ bei Schnurpsel geschrieben.

Webmasterfriday

Das aktuelle Thema des Webmasterfridays lautet „Kommentar-Spam und Trackback-Spam„, da haben immerhin schon fast 30 Blogs mitgemacht. Hier die Liste :-)

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Vuvuzela musikalisch

PosauneDas war eigentlich nur eine Frage der Zeit :-), bis jemand mal einer Vuvuzela nicht nur ein langes Tröööööööt entlockt, sondern darauf eine Melodie spielt. Drei Musiker des Berliner Konzerthauses haben es getan und spielen Brahms und Ravel. Der Bolero gefällt mir richtig gut, Spitze!

So eine Vuvuzela ist nicht viel anders, als meine Posaune. Wenn die keinen Zug hätte, könnte ich da auch praktisch nur die Naturtonreihe auf der ersten Lage spielen. Hmmm, ich habe noch keine Vuvuzela, aber irgendwie würde es mich schon reizen, diese Tröte mal auszuprobieren. Vielleicht bekomme ich da ja auch ein paar mehr Töne als nur ein einfaches Trööööööt raus.

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Deutschland weiter – nicht schön, aber effektiv

M&M - DeutschlandIch habe das deutsche Tor gar nicht live gesehen, sondern zunächst nur gehört. Wir waren noch beim Abendessen essen und als ich ins Wohnzimmer kam, hörte ich den Jubel aus den umliegenden Häusern, noch bevor ich den Fernseher eingeschaltet hatte. Da mußte also was passiert sein. Und dann lief auch schon die Wiederholung des Tors von Mesut Özil.

Nun geht es im Achtelfinale gegen England. Wer hätte schon vorher gedacht, das Deutschland als Gruppenerster gegen England (als Gruppenzweiten) antreten muß.

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Das erste und einzige DDR-Handy

SVZ vom 22. Juni 2010 - DDR-HandyIm Zusammenhang mit dem iPhone4Spiel kommen mir fast zwangsläufig auch wieder die alten SEO-Wettbewerbe zum Befreiphone und Volksphone in den Sinn. Besonders das Volksphone hatte da im Unterschied zum wenig kreativen Begriff iPhone4Spiel eine wie ich finde interessante Geschichte hervorgebracht, auf die ich dann mit aufgesprungen war.

Insofern finde ich es besonders passend, daß aus aktuellem Anlaß meine regionale Tageszeitung SVZ in der heutigen, gedruckten Ausgabe eine ganze Seite dem wirklichen DDR-„Handy“ widmet.

In den späten 70er und frühen 80er Jahren wurde vom VEB Funkwerk Köpenick eine Funktelefonsystem entwickelt, welches dann 1981 in Mexico erstmalig zum Einsatz kam.

In jenem Funkwerk in der Köpenicker Wendenschloßstraße wollte ich damals nach der Schule eine Lehre zum Elektronik-Facharbeiter beginnen. Daraus wurde aber nichts, da die zwei freien Lehrstellen bereits betriebsintern vergeben waren. Für einen Außenstehenden wie mich gab es praktisch keine Chance, da reinzukommen. So wurde ich BMSR-Techniker bei REWATEX, einer Großwäscherei in Spindlersfeld.

Den SVZ-Artikel zum „Volksphone“ gibt es leider nicht Online, so verweise ich für Interessierte auf den fast wortgleichen Artikel vom April in der Sächsischen Zeitung.

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